ABB schliesst Verkauf von Stromnetzsparte an Hitachi planmässig ab

ABB hat seine Stromnetzsparte definitiv an den japanischen Konzern Hitachi verkauft. Das meldet der Schweizer Technologiekonzern am Mittwoch, anderthalb Jahre nach Ankündigung der Verkaufsabsicht.

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Der Schweizer Technologiekonzern ABB hat den grössten Teil seiner Stromnetzsparte definitiv an den japanischen Konzern Hitachi verkauft.

Der Schweizer Technologiekonzern ABB hat den grössten Teil seiner Stromnetzsparte definitiv an den japanischen Konzern Hitachi verkauft.

Walter Bieri / Keystone

(sat/dpa) Der vom Industriekonzern ABB Ende 2018 angekündigte Verkauf der Stromnetzsparte an die japanische Hitachi ist wie geplant abgeschlossen worden. Die Nettoerlöse aus dem Verkauf in Höhe von 7,6 bis 7,8 Milliarden US-Dollar sollen wie angekündigt an die Aktionäre ausgeschüttet werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Demnächst will der in Zürich beheimatete Konzern deshalb ein neues Aktienrückkaufprogramm lancieren.

«Mit dem Verkauf ist ABB gut für die Zukunft positioniert und legt nun den Schwerpunkt insbesondere auf Industriekunde», wird Björn Rosengren, CEO von ABB, zitieren. Der planmässige Abschluss des Verkaufs von 80,1 Prozent des Stromnetze-Geschäfts an Hitachi sei ein wichtiger Meilenstein bei der Transformation zu einem dezentralisierten Technologieunternehmen, heisst es in einer Mitteilung. Dank der Devestition könne ABB seine Tätigkeit auf «wichtige Markttrends und Kundenbedürfnisse konzentrieren». Dazu gehörten die Elektrifizierung von Verkehr und Industrie, automatisierte Produktionsprozesse, digitale Lösungen oder die nachhaltige Steigerung der Produktivität.

Der Verkauf der Stromnetzsparte an Hitachi, welche den Gesamtwert der verkauften Sparte auf 11 Milliarden US-Dollar fixierte, wurde im Dezember 2018 angekündigt. ABB hatte davor unter Druck von Cevian und anderen wichtigen Aktionären lange mit dieser Entscheidung gerungen, diese letztlich aber als eigenständigen und zwingenden Schritt dargestellt.