Allzeithoch
Detailhandel: Pandemie treibt Fleischumsätze in die Höhe

Die Schweizer Detailhändler haben 2020 so viel Umsatz mit Fleisch gemacht wie noch nie. Auch Bio-Fleisch legte zu, bleibt aber weiterhin eine Nische.

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Der Fleischumsatz erreichte im Pandemiejahr 2020 ein Allzeithoch.

Der Fleischumsatz erreichte im Pandemiejahr 2020 ein Allzeithoch.

Symbolbild: Keystone

(agl) Der Detailhandel verzeichnete im Pandemiejahr 2020 Rekordumsätze bei den Lebensmitteln. Beim Fleisch, der umsatzstärksten Produktkategorie, sieht das nicht anders aus, wie der neue Marktbericht Fleisch des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) zeigt. Mit einem Umsatzplus von 13,7 Prozent erreichte der Fleischbereich einen neuen Rekordwert von über 5 Milliarden Franken.

Am stärksten gewachsen sind die Absätze von Schweinefleisch, Rind und Geflügel. In den drei Bereichen wurde jeweils über 14 Prozent mehr verkauft. Corona hat damit einen langjährigen Entwicklungstrend gebrochen. Der Fleischverbrauch pro Kopf geht tendenziell zurück, die Absätze im Detailhandel waren von 2016 bis 2019 rückläufig, wie das BLW schreibt.

Detailhändler wie Migros und Coop, sowie Metzgereien konnten ihre Umsätze gemäss dem BLW-Bericht deutlich steigern. Den grössten Schub beim Fleischumsatz hätten jedoch die Discounter erlebt. Ebenfalls gewachsen ist der Markt mit Bio-Fleisch. Von 2016 bis 2020 stiegen die Umsätze um durchschnittlich 6,4 Prozent pro Jahr. Weil der Nicht-Bio-Markt 2020 aber gewachsen ist, konnte Biofleisch die Marktanteile nicht weiter steigern, wie das BLW schreibt. Der Umsatzanteil betrug im letzten Jahr 5,5 Prozent. Biofleisch bleibt weiterhin ein Nischenmarkt.