Auto-Neuzulassungen im Mai um die Hälfte eingebrochen

Der Autohandel leidet unter der Coronakrise, die Neuzulassungen sind im April und im Mai stark eingebrochen. Der Verband freier Autohandel Schweiz fordert Abhilfe durch den Bund.

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Der Autohandel erlitt im April und im Mai rekordhohe Verluste.

Der Autohandel erlitt im April und im Mai rekordhohe Verluste.

Keystone

(agl) Die Monate April und Mai würden als Rekordverlust in die Annalen der Neuwagen-Importeure eingehen, schrieb der Verband am Sonntag in einer Medienmitteilung. Im April seien die Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr um 67 Prozent gesunken, im Mai um 52 Prozent.

Durch die Schliessung der Verkaufsräume sei der Autoverkauf kaum mehr möglich gewesen, heisst es weiter. Auch die Öffnung der Geschäfte bringe keine Entwarnung: «Der Garagist sitzt wegen des Lock-Downs auf einem Millioneninventar, welches seit März massiv an Wert verloren hat», schreibt der Verband.

Die Autohändler fordern nun vom Bund, dass er Handelshemmnisse abbaut. Eine «marktverzerrende Gesetzgebung» sei verantwortlich, dass die Parallel- und Direktimporte seit 2017 um 70 Prozent zurückgingen. Der Bundesrat könne beispielsweise die CO2-Verordnung anpassen.

Auch auf dem Occasionsmarkt seien in den letzten Monaten die Verkaufszahlen zurückgegangen, teilte die Fahrzeugbewertungsfirma Auto-i-dat am Montag mit. Der Rückgang sei jedoch weniger stark ausgefallen als bei den Neuwagen. Diesen April habe es pro Neuzulassung 4,49 Occasion-Verkäufe gegeben, doppelt so viele wie im Vorjahr. Sollte dieser Trend Bestand haben, dürfte «rasch ein Mangel an guten Occasionen entstehen».