Backwarenkonzern Aryzta: Andreas Schmid nimmt sich aus dem Rennen ums Präsidium

Beim Backwarenkonzern Aryzta sollte es am Mittwoch zu einer Kampfwahl kommen. Nun nimmt sich der vom Unternehmen aufgestellte Kandidat für das Verwaltungsratspräsidium, Andreas Schmid, aus dem Rennen.

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Der Verwaltungsrat von Aryzta verhandelt mit dem US-Hedgefonds Elliott ­Advisors über den Verkauf der Firma. (Symbolbild)

Der Verwaltungsrat von Aryzta verhandelt mit dem US-Hedgefonds Elliott ­Advisors über den Verkauf der Firma. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) An der ausserordentlichen Generalversammlung am Mittwoch wäre Andreas Schmid gegen Urs Jordi im Rennen um das Amt des Verwaltungsratspräsidenten von Aryzta angetreten. Doch nun hat der vom Verwaltungsrat portierte Schmid seinen Rückzug bekannt gegeben, wie aus einer Mitteilung von Aryzta vom Dienstag hervorgeht.

Andreas Schmid nimmt sich aus dem Rennen um das VR-Präsidium.

Andreas Schmid nimmt sich aus dem Rennen um das VR-Präsidium.

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Er habe sich als Kandidat für den Verwaltungsrat einer unabhängigen Firma oder eines Unternehmens mit starken industriellen Interessen zur Verfügung gestellt, lässt sich Schmid in der Mitteilung zitieren. «Nach den jüngsten Entwicklungen hat sich gezeigt, dass diese Lösung nicht länger eine Option ist», so Schmid weiter.

Der Verwaltungsrat von Aryzta hat vergangene Woche mitgeteilt, dass er mit dem US-Hedgefonds Elliott ­Advisors über den Verkauf der ganzen Firma verhandelt. Dominierende Kraft in der Eigentümerschaft ist eine Aktionärsgruppe um die Beteiligungsgesellschaft Veraison des Zuger Investors Gregor Greber sowie des spanischen Vermögensverwalters Francisco García Paramés. Sie will an der Generalversammlung mehrere Verwaltungsräte abwählen und portierten Urs Jordi zum Verwaltungsratspräsidenten.

Der Backwarenhersteller mit Hauptsitz in Zürich schreibt seit drei Jahren tiefrote Zahlen, sein Börsenwert ist von einstmals rund 7 Milliarden auf 600 Millionen Franken geschrumpft. Laut eigenen Angaben verfügt das Unternehmen 20'000 Mitarbeiter an über 53 Produktionsstandorten in 29 Ländern.