Banken
Chef von Credit Suisse erhält einen Fünftel weniger Lohn als sein Vorgänger

Die gesamte Geschäftsleitung der Credit Suisse erhält für 2020 weniger Vergütungen als im Vorjahr. Dabei fällt der Lohn von CEO Thomas Gottstein tiefer aus als derjenige seines Vorgängers, Tidjane Thiam.

Dario Pollice
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CEO Thomas Gottstein erhält 20 Prozent weniger Lohn als sein Vorgänger Tidjane Thiam.

CEO Thomas Gottstein erhält 20 Prozent weniger Lohn als sein Vorgänger Tidjane Thiam.

Keystone

Die Geschäftsleitung der CS erhält für 2020 Gesamtvergütungen in der Höhe von 68,4 Millionen Franken. Das sind neun Millionen 12 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Dies geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Vergütungsbericht der Grossbank hervor.

Thomas Gottstein, der die Bank seit Februar 2020 als CEO leitet, wird eine Vergütung von 8,5 Millionen zugesprochen. Das ist ein Fünftel weniger als sein Vorgänger, Tidjane Thiam, für sein letztes Jahr an de Spitze der CS noch erhalten hat (10,7 Millionen). Im Zuge der sogenannten Beschattungsaffäre musste dieser aber eine Kürzung um rund 15 Prozent hinnehmen.

Gleicher Lohn für abtretenden VR-Präsident Rohner

Der abtretende Verwaltungsratspräsidenten Urs Rohner erhält dagegen gleich viel im letzten Jahr, nämlich 4,7 Millionen. An der Generalversammlung vom 30. April soll der 56-jährige Portugiese António Horta-Osório als Nachfolger des Zürcher Wirtschaftsanwalts ernannt werden.

Wie bereits im Februar angekündigt, ist der Reingewinn der Grossbank im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent auf rund 2,7 Milliarden Franken gesunken. Belastet wurde das Ergebnis insbesondere durch Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und höhere Kreditrisiken. So musste die Bank laut eigenen Angaben 988 Millionen Franken für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem Geschäft mit verbrieften Wohnbaukrediten zurückstellen. Für Kreditrisiken verbuchte die CS wiederum Rückstellungen in der Höhe von 1,1 Milliarden Franken.