Bankenaufsicht weist die Notfallpläne von Postfinance, ZKB und Raiffeisen zurück

Die Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) heisst die Notfallpläne der Credit Suisse und der UBS gut. Postfinance, ZKB und Raiffeisen müssen nochmals über die Bücher.

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Die Finma will, dass die Banken im Fall einer Krise ihre systemrelevanten Tätigkeiten aufrecht erhalten können.

Die Finma will, dass die Banken im Fall einer Krise ihre systemrelevanten Tätigkeiten aufrecht erhalten können.

(gb.) Mit den sogenannten Notfallplänen müssen die systemrelevanten Banken der Finma beweisen, dass sie im Falle einer Krise im Stand wären, ihre für die Volkswirtschaft bedeutsamen Geschäftstätigkeiten in der Schweiz aufrecht zu erhalten. Damit ist vorwiegend das inländische Einlagen- und Kreditgeschäft sowie der Zahlungsverkehr gemeint.

Wie die Finma am Dienstag mitteilt, beurteilt sie die von den Grossbanken UBS und Credit Suisse vorgelegten Pläne als umsetzbar. Bei den inlandorientierten Banken dagegen – der Postfinance, der Zürcher Kantonalbank (ZKB) und Raiffeisen – seien die Pläne noch nicht so weit. Bei der Postfinance und Raiffeisen fehle etwa ein plausibler Plan für den Aufbau der erforderlichen verlustabsorbierenden Mittel im Krisenfall.

Stabilisierungspläne bei allen Banken bereits gutgeheissen

Von allen Banken gutgeheissen hat die Finma bereits die sogenannten Stabilisierungspläne. Mit diesen wiederum müssen die systemrelevanten Banken darlegen, wie sie sich im Krisenfall selbst stabilisieren und ohne staatliche Eingriffe weiter geschäftstätig sein können.

Laut Mark Branson, dem Direktor der FINMA, ist die Umsetzung der Massnahmen des Schweizer Too-big-to-fail-Regimes von kritischer Bedeutung für die Stabilität des Schweizer Finanzplatzes. Die Umsetzung sei weit fortgeschritten, allerdings noch nicht am Ziel, wird Branson in der Mitteilung vom Dinestag zitiert.