Schokoladenproduktion
Salmonellen-Fund kommt Barry Callebaut teuer zu stehen

Barry Callebaut setzt seinen Wachstumskurs weiter fort. So steigerte der weltgrösste Schokoladenproduzent seinen Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres um 15 Prozent. Ins Geld gehen dürfte der Salmonellen-Fund in Belgien.

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In der Fabrik im belgischen Wieze waren bei einer Kontrolle Salmonellen gefunden worden.

In der Fabrik im belgischen Wieze waren bei einer Kontrolle Salmonellen gefunden worden.

Keystone

Die Welt ist heiss auf Schokolade. So legen es zumindest die neuen Zahlen von Barry Callebaut nahe. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021/2022 verkaufte das Unternehmen 1'751'422 Tonnen Schokolade. Das sind 7,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie Barry Callebaut am Mittwoch mitteilte.

Entsprechend erwirtschaftete der weltgrösste Schokoladenproduzent auch mehr Umsatz. Dieser stieg in Lokalwährungen um 15,1 Prozent auf 6,1 Milliarden Franken. Besonders erfreulich lief es gemäss Mitteilung bei den Gourmet- und Spezialitätenprodukten.

Salmonellen-Fund belastet Konzern

Trotzdem ist nicht alles rosig bei Barry Callebaut. Teuer zu stehen kommen dürften den Konzern der jüngste Vorfall. Das Unternehmen hatte vor drei Wochen die Produktion in seiner belgischen Firma in Wieze stoppen müssen, weil dort Salmonellen entdeckt wurden.

Zwar sei der volle Umfang der finanziellen Auswirkungen noch nicht klar, schreibt Barry Callebaut in der Mitteilung. Der Konzern rechne jedoch damit, dass «diese für das Ergebnis des vierten Quartals 2021/22 beträchtlich sein werden». «Lebensmittelsicherheit hat für Barry Callebaut höchste Priorität und dies ist ein aussergewöhnlicher Vorfall», lässt sich Konzernchef Peter Boone zitieren.

Nach eigenen Angaben wird das Unternehmen die Schokoladenproduktion in Wieze voraussichtlich Anfang August wieder aufnehmen. Barry Callebaut ist der grösste Schokoladenproduzent der Welt. Als Zulieferer versorgt das Unternehmen Chocolatiers und Industriekunden. (rwa)