Berufswelt
Auf Kurs: Der Lehrstellenmarkt trotzt der Coronakrise

In diesem Jahr wurden bisher mehr Lehrverträge unterzeichnet als noch im Vorjahr. Nur in den vom Teillockdown betroffenen Branchen hapert es noch ein bisschen.

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In der Gastrobranche gibt es auf dem Lehrstellenmarkt noch «gewisse Verzögerungen». (Symbolbild)

In der Gastrobranche gibt es auf dem Lehrstellenmarkt noch «gewisse Verzögerungen». (Symbolbild)

Eveline Beerkircher

Während der Wirtschaftsmotor wegen der Pandemie immer noch etwas stottert, ist der Lehrlingsmarkt auf Kurs. Wie das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) am Dienstag mitteilt, sind per Ende April rund 43’000 Lehrverträge unterzeichnet worden. Das sei eine insgesamt «stabile Lehrstellensituation», so das SBFI. Eine eigens eingesetzte Arbeitsgruppe habe dazu Trendmeldungen von den Kantonen eingeholt. Im Vergleich zum Vorjahr gebe es rund 2 Prozent mehr abgeschlossene Lehrverträge.

In jenen Branchen, die von verordneten Schliessungen betroffen waren, beobachtete der Bund «gewisse Verzögerungen» – namentlich sind dies die Fitness- und Eventbranche sowie der Hotel- und Gastronomiebereich. Je nach wirtschaftlicher Entwicklung sei aber auch hier bis im Sommer mit «Aufholeffekten» zu rechnen. Der Bund fördert die Stabilisierung des Lehrstellenmarkts mit mehreren Programmen. Dazu zählen Lehrstellenbörsen und virtuelle Berufsmessen. Seit letztem Mai wurden 40 Projekte mit 18 Millionen Franken unterstützt. (mg)