Beschäftigungsstatistik
Zahl der Stellen in der Schweiz ist weiter rückläufig

Die Beschäftigung ist in der Schweiz im vierten Quartal 2020 bereits zum dritten Mal in Folge gesunken. Betroffen sind vor allem das Gastgewerbe und die Temporärbranche.

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Die Zahl der Beschäftigten im Gastgewerbe ging im vierten Quartal besonders stark zurück.

Die Zahl der Beschäftigten im Gastgewerbe ging im vierten Quartal besonders stark zurück.

Keystone

(abi) Die Gesamtbeschäftigung, also die Anzahl Stellen, ist im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,4 Prozent gefallen. Insgesamt wies die Beschäftigungsstatistik im letzten Quartal des Jahres gut 5,1 Millionen Beschäftigte im sekundären und tertiären Sektor auf. Die Frauen waren mit 0,6 Prozent stärker vom Rückgang betroffen als die Männer mit 0,3 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (Bfs) am Freitag mitteilte.

Zudem wurden in der gesamten Wirtschaft 12'600 weniger offene Stellen gezählt als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Das ist ein Minus von 16,1 Prozent. Sowohl der sekundäre als auch tertiäre Sektor verzeichneten mit 15,3 respektive 16,4 Prozent ähnlich starke Rückgänge. Eine Besserung ist nicht in Sicht: Der Indikator der Beschäftigungsaussichten zeigt nach unten. Einen Tiefpunkt erreicht er gemäss Bfs im Gastgewerbe, wo auch im nächsten Quartal nicht mit einer Erholung zu rechnen sei.

Gerade das Gastgewerbe leidet besonders stark unter der Coronapandemie. Es verzeichnet im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr 41'000 Beschäftigte oder 15,2 Prozent weniger. In der Branche «Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften», also der Temporärbranche, schlägt ein Minus von 10'000 Beschäftigten respektive 7,8 Prozent zu Buche. Dafür stieg die Zahl der Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen um 21'000 (+2,8%) und im Detailhandel um 7000 (+ 2,3%) an.