BFS
Industrie und Baugewerbe erleiden starke Einbussen bei Produktion und Umsatz

Der sekundäre Sektor muss im Coronajahr 2020 starke Rückgänge beim Umsatz und der Produktion verkraften. Letztmals gab es solche Einbussen in der Finanzkrise 2009.

Drucken
Teilen
Die Industrie und das Baugewerbe spürten die Coronakrise im Jahr 2020 sowohl in der Produktion als auch beim Umsatz.

Die Industrie und das Baugewerbe spürten die Coronakrise im Jahr 2020 sowohl in der Produktion als auch beim Umsatz.

Keystone

(abi) Die Coronakrise hat die Industrie und das Baugewerbe im Jahr 2020 kräftig durchgeschüttelt. Sowohl in der Produktion mit -3,3 Prozent als auch beim Umsatz mit -5,2 Prozent resultierten im Jahr 2020 starke Rückgänge. Das geht aus den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (Bfs) hervor, wie dieses am Freitag mitteilte.

Die grössten Produktions- und Umsatzrückgänge verzeichneten die Branche «Textilien und Bekleidung» mit -16,3 respektive 16,7 Prozent, der Maschinenbau mit jeweils 15,6 Prozent sowie die Branche «Datenverarbeitungsgeräte und Uhren» mit einem Minus von 15,6 Prozent bei der Produktion und 15,5 Prozent beim Umsatz. Zulegen konnten dafür die Pharmaindustrie (+6,9% und +2,4%) sowie der Tiefbau mit 3,7 und 4 Prozent.

Baubranche konnte im 4. Quartal zulegen

Auch im vierten Quartal 2020 erlitt der sekundäre Sektor im Vergleich zum Vorjahresquartal starke Einbussen: Die Produktion nahm gemäss Bfs um 3,1 Prozent ab, der Umsatz ging um 4,4 Prozent zurück. Die Industrie verzeichnete gar einen Produktionsrückgang von 3,8 Prozent.

Dafür ist im Baugewerbe die Produktion im vierten Quartal um 0,2 Prozent gestiegen: Vor allem der Hoch- und Tiefbau steigerten sich um 4,2 respektive 11 Prozent. Im sonstigen Baugewerbe sank die Produktion um 3,4 Prozent.