Zug

Bossard ist deutlich geschrumpft – bleibt aber optimistisch

Die Pandemie und der starke Franken haben dem Zuger Konzern im vergangenen Geschäftsjahr zugesetzt. Die Erholung im vierten Quartal lässt das Management aber hoffen.

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Ein Bossard-Mitarbeiter überprüft die Lagerbestände.

Ein Bossard-Mitarbeiter überprüft die Lagerbestände.

Bild: Christian Beutler/Keystone (22. Dezember 2020)

(gr) Der Schraubenhandels- und Logistikkonzern Bossard hat 2020 deutlich weniger Umsatz erzielt als im Vorjahr. Wie das Zuger Unternehmen gestern mitteilte, sank der Umsatz um 7,2 Prozent auf 812,8 Millionen Franken. Grund für den Rückgang sei nicht nur der coronabedingte Einbruch, sondern auch der starke Franken gewesen. Währungsbereinigt entsprach der Umsatzrückgang denn auch lediglich 3,3 Prozent.

Der Konzern sprach von einem «anspruchsvollen» und «von der Pandemie geprägten» Jahr. Das vierte Quartal lässt das Management aber bereits wieder positiv in die Zukunft blicken. «Die zweite Covid-19 Welle hat die Industrie – im Gegensatz zum Dienstleistungssektor – weniger hart getroffen. Dies reflektiert sich im Umsatz der zweiten Jahreshälfte», kommentierte CEO Daniel Bossard die Zahlen. Vor allem der Dezember sei umsatzmässig stark und deutlich über den Prognosen gewesen. Währungsbereinigt stieg der Umsatz im vierten Quartal um 6 Prozent auf 212,8 Millionen Franken.

Erholung auf wichtigen Märkten

Auch in der umsatzmässig grössten Region Europa ist eine Erholung feststellbar. So resultierte im vierten Quartal ein Umsatzplus in Lokalwährung von 2,4 Prozent, während das dritte Quartal mit -8,9 Prozent noch negativ ausgefallen war. Dazu hat auch das in der Luft- und Raumfahrtindustrie tätige Unternehmen Boysen beigetragen, das Bossard Mitte 2019 übernommen hatte.

In China, dem grössten asiatischen Markt, seien die Auswirkungen der Pandemie im ersten Quartal 2020 am deutlichsten zu spüren, hiess es weiter. Doch mit den Lockerungen der Massnahmen habe sich die Wirtschaft im gesamten asiatischen Raum bereits ab dem zweiten Quartal erholt. Mit einem Umsatzplus in Lokalwährung von 11,9 Prozent habe sich insbesondere das vierte Quartal in Asien sehr positiv gestaltet.

Diese Entwicklungen stimmen das Unternehmen für den weiteren Geschäftsverlauf optimistisch, wie Bossard selber schrieb. Weitere Angaben zum laufenden Jahr machte der Konzern aber nicht. Das detaillierte Ergebnis werde man mit der Veröffentlichung des Jahresberichts am 3. März vorlegen.