Bund schaut Unternehmen bei Kurzarbeit wieder genauer auf die Finger

Seit Montag dürfen wieder viele Betriebe geöffnet haben. Für das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) ein Grund, die Anträge auf Kurzarbeit genauer unter die Lupe zu nehmen.

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Seit Montag haben viele Restaurants wieder geöffnet. Anträge auf Kurzarbeit werden nun kritischer geprüft.

Seit Montag haben viele Restaurants wieder geöffnet. Anträge auf Kurzarbeit werden nun kritischer geprüft.

Keystone

(rwa) Die Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität wirkt sich auch auf die Behandlung von Kurzarbeitsgesuchen aus. «Seit Montag schauen wir wieder genau hin, wer wie viel Belegschaft in Kurzarbeit belässt», erklärte Oliver Schärli, Leiter des Bereichs Arbeitslosenversicherung beim Seco, im Interview mit der «Handelszeitung» vom Donnerstag.

Schärli räumt ein, dass beim Bezug von Kurzarbeitsentschädigungen durchaus ein gewisses Missbrauchspotenzial vorhanden sei. Kantonale Wirtschaftsämter hätten jedoch einen «ziemlich guten Riecher» dafür, was in welcher Branche wirtschaftlich möglich sei und was nicht. Bislang habe der Bund 1,3 Milliarden Franken ausbezahlt. Der Nachtragskredit von 6 Milliarden Franken sei eine Hochrechnung für rund 189'000 Betriebe, die ein Gesuch gestellt hätten. «Während des Shutdowns dürften die allermeisten Gesuche plausibel sein», sagte Schärli weiter.