Coronakredite missbraucht: Bereits über
30 Verdachtsfälle in Zürich

Eigentlich sollten die Coronakredite dazu genutzt werden, dass die Firmen und Betriebe liquide bleiben. Doch die unbürokratisch verteilten Kredite ziehen auch Gauner an.

Drucken
Teilen
Wegen der Coronakrise werden derzeit unbürokratisch Kredite verteilt. (Symbolbild)

Wegen der Coronakrise werden derzeit unbürokratisch Kredite verteilt. (Symbolbild)

D. Frischherz

(mg) Die Coronakredite locken auch Betrüger an. Wie die Kantonspolizei Zürich und die Zürcher Staatsanwaltschaft am Dienstag in einer Mitteilung schreiben, wurden in rund 30 Fällen Ermittlungen aufgenommen. Dabei gehe es meist um Betrug und Urkundenfälschung, möglicherweise auch um Geldwäscherei. Die Beschuldigten werden verdächtigt, in ihren Anträgen falsche Angaben zu machen — etwa zu der Umsatzhöhe. Diese entscheidet über den Maximalbetrag des Kredits. Oder es würden Anträge für konkursreife Gesellschaften gestellt.

Die so erlangten Kredite würden dann, gemäss Polizei und Staatsanwaltschaft, entweder auf Privatkonten oder ins Ausland transferiert. Oder sie würden für nicht coronabedingte Zwecke verwendet, wie für die Rückzahlung von privaten Darlehen. Der genaue Deliktsbetrag könne derzeit noch nicht beziffert werden.