Coronakrise könnte den Preisanstieg für Eigenheime vorläufig bremsen

Der Immobilienblasenindex der UBS verzeichnete im ersten Quartal einen Anstieg auf 1,30 Indexpunkte. Die Grossbank sieht deshalb höhere Risiken im Schweizer Immobilienmarkt.

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Die Preise für Eigenheime sind weiter gestiegen. Die Coronakrise könnte diese Entwicklung nun bremsen.

Die Preise für Eigenheime sind weiter gestiegen. Die Coronakrise könnte diese Entwicklung nun bremsen.

Keystone

(sku) Der Anstieg des Index lässt sich auf drei Entwicklungen zurückführen, wie die UBS am Mittwoch in einer Mitteilung schreibt. Während die Preise für Eigenheime im ersten Quartal um ein Prozent zulegten, stagnierten die Konsumentenpreise aufgrund eines geringen Anstiegs der Haushaltseinkommen. Weiter seien die Anträge für Buy-to-let-Investitionen – also für Immobilien, die speziell zum Vermieten gekauft werden – auf ein leicht höheres Niveau als in den Vorquartalen gestiegen. Stabil seien hingegen die Entwicklung der Bautätigkeit und der Hypothekarkreditvergabe sowie das Preis-Miet-Verhältnis.

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Schweizer Eigenheimmarkt dürften frühestens im laufenden Quartal sichtbar werden. Dann erwartet die UBS einen Rückgang der Transaktionen, weil sowohl Verkäufer als auch Käufer wegen der Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung vorsichtiger agieren. Zudem würde die Nachfrage nach Eigenheimen angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit sinken. Dadurch fände die Beschleunigung der Preisentwicklung vorerst ein Ende. Gemäss UBS ist aber trotzdem keine signifikante Preiskorrektur zu erwarten.