Coronapandemie

Schweiz erhöht Impfstoff-Bestellung bei Moderna auf 7,5 Millionen Dosen

Die Schweiz bezieht vom US-Biotech-Unternehmen Moderna neu insgesamt 7,5 Millionen Coronaimpfungen. Das sind fast doppelt so viele Dosen wie im ersten Vertrag.

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Die Impfung von Moderna – im Bild ein Test – ist weit fortgeschritten und soll allenfalls bereits im Dezember ausgeliefert werden.

Die Impfung von Moderna – im Bild ein Test – ist weit fortgeschritten und soll allenfalls bereits im Dezember ausgeliefert werden.

Keystone

(sat/wap) Der Bund löst seine Option auf zusätzliche Coronaimpfungen von Moderna ein. Insgesamt sollen damit 7,5 Millionen Dosen in die Schweiz geliefert werden, schreibt das US-Biotech-Unternehmen am Dienstag in einer Mitteilung. Der Impfstoff von Moderna wird zum Teil in der Schweiz hergestellt, in den Lonza-Werken in Visp. Wie Moderna weiter schreibt, könnte das Unternehmen die ersten Dosen seines Impfstoffs gegen Covid-19 «bereits im Dezember ausliefern, falls die behördliche Zulassung noch in diesem Monat erteilt wird».

Das US-Biotech-Unternehmen zählt zu den führenden Impfstoffherstellern im Kampf gegen die Coronapandemie. Moderna Therapeutics setzt dabei auf eine neuartige Technologie. Bei einer mRNA-Impfung wird eine Art Botenmolekül hergestellt, welches Körperzellen Informationen übermittelt, wie diese ein Virus-Protein herstellen können. Damit kann das Immunsystem dann Antikörper gegen das Virus herstellen. Um früh Zugang zum Moderna-Impfstoff zu erhalten, hatte der Bund bereits im August einen ersten Vertrag zum Bezug von 4,5 Millionen Impfdosen abgeschlossen.

Zwei weitere Verträge für Impfdosen

Weitere Verträge hat die Schweiz aktuell mit Pfizer und dessen Partner BioNTech. Diese haben drei Millionen Impfdosen für die Schweiz reserviert. Ein dritter Vertrag im Umfang von 5,3 Millionen Impfdosen wurde mit AstraZeneca unterschrieben.

Zugelassen ist allerdings noch keiner der drei Impfstoffe. Sie würden derzeit von der Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic geprüft, heisst es in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Dasselbe gilt für einen vierten Impfstoff des Schweizer Unternehmens Janssen-Cilag, einer Tochterfirma des Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson. Dieses Gesuch ist am Montag unter anderem ebenfalls bei Swissmedic eingereicht worden.

Der Bund bleibe auch mit weiteren Herstellern im Gespräch und interessiere sich für Impfstoffe, die auf verschiedenen Technologien beruhten, schreibt das BAG am Dienstag in seiner Mitteilung. Dies weil «zum heutigen Zeitpunkt noch nicht klar ist, welche Impfstoffe sich durchsetzen werden», so das BAG weiter.