Coronavirus
Banken sollen Covid-Kredite pauschal auf acht Jahre verlängern

Die Schweizerische Bankiervereinigung empfiehlt ihren Mitgliedern, die Covid-19-Kredite von sich aus um drei Jahre zu verlängern. Zudem sollen sie die Amortisationspflicht um ein weiteres Jahr aussetzen.

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Die Banken sollen die Laufzeit der Corona-Kredite von sich aus um drei Jahre verlängern.

Die Banken sollen die Laufzeit der Corona-Kredite von sich aus um drei Jahre verlängern.

Symbolbild: Keystone

(abi) Das Parlament hatte Mitte Dezember die Laufzeit der Corona-Kredite von fünf auf acht Jahre verlängert. Nun empfiehlt Swiss Banking ihren Mitgliedern, sämtliche ihrer ausstehenden Covid-Kredite bis 500'000 Franken von sich aus auf acht Jahre zu verlängern. Damit soll der administrative Aufwand sowohl für Kreditgeberin als auch Kreditnehmerin so gering wie möglich gehalten werden. Das teilte Swiss Banking am Samstag mit.

Für die sogenannten Plus-Kredite mit einem Betrag von über einer halben Million Franken sollen jedoch weiterhin die vertraglich vereinbarten Laufzeiten gelten. Der Grund: Diesen Krediten ging eine individuelle Kreditprüfung voraus und zwischen der Bank und dem Kunden wurde ein separater Kreditvertrag unterzeichnet. Im Gegensatz zu den tieferen Corona-Krediten müsste die Bank hier die Zustimmung der Bürgschaftsorganisation einholen, wie es weiter heisst.

Rückzahlung ab 2022

Auch sollen die Amortisationszahlungen für die Kredite bis zu einer halben Million Franken nicht schon im laufenden Jahr, sondern erst per Ende März 2022 eingeführt werden. «Eine solche Regelung entlastet die von der Coronapandemie noch immer stark betroffenen Unternehmen, indem die Pflicht zur Rückführung des Kredits um ein weiteres Jahr ausgesetzt wird.»

Der verbindliche Einführungszeitpunkt stelle zudem sicher, dass auch die finanzpolitischen Interessen des Bundes angemessen gewahrt werden. Kreditnehmer können ihre Kredite aber nach wie vor auch vor Ablauf der Kreditlaufzeit zurückbezahlen.