Schweizer Finanzchefs sind weniger pessimistisch als ihre globalen Kollegen

Eine Umfrage des Netzwerks PwC zeigt, dass Liquiditätsengpässe die grösste Sorge von Schweizer CFOs darstellt. Sie befürchten, dass das Coronavirus zu einem globalen Wirtschaftsabschwung und einer Entlassungswelle führt.

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Viele Schweizer Firmen mussten wegen des Coronavirus ihre Läden schliessen. (Symbolbild)

Viele Schweizer Firmen mussten wegen des Coronavirus ihre Läden schliessen. (Symbolbild)

Chris Iseli

(sku) Drei Viertel der Befragten in der Schweiz geben an, dass der Ausbruch des Coronavirus Potenzial für erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit habe. Das schreibt das Netzwerk rechtlich selbständiger und unabhängiger Unternehmen PwC am Donnerstag als Auswertung einer weltweit durchgeführten Umfrage. 75 Prozent der Schweizer CFOs erwarte, dass sich das Virus negativ auf ihre Einnahmen und Gewinne auswirken werde.

Als Massnahme dämmten die befragten CFOs der grössten Schweizer Unternehmen ihre Kosten ein, strichen geplante Investitionen oder änderten die Finanzierungspläne. Im April befürchten sie laut der Umfrage Personalveränderungen und Entlassungen. Nur 20 Prozent der Unternehmen würden kurzfristige Änderungen in ihrer Lieferkette erwarten, da die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus nach wie vor schwer abzuschätzen seien.

Im Vergleich mit ihren Kollegen weltweit zeigten sich Schweizer CFOs aber deutlich optimistischer, was die Erholung der Wirtschaft nach der Krise angehe. 65 Prozent gaben an, dass sich ihr Geschäft in weniger als einem Monat wieder normalisieren würde, weitere 25 Prozent gingen von einem Zeitraum von ein bis drei Monaten aus. Die globale Meinung sei eine Normalisierung in bis zu drei Monaten.