Credit-Suisse-Studie: Verpasster Konsum im Lockdown wird zum Grossteil nachgeholt

Die Credit-Suisse schätzt, dass die Konsumausgaben der Schweizer Haushalte im Lockdown mehrere Milliarden Franken tiefer lagen als vor der Krise erwartet. Nun aber dürften zwei Drittel nachgeholt werden.

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Die Credit-Suisse schätzt, dass ein Grossteil des Konsums nach der Coronakrise nachgeholt werden wird. (Symbolbild)

Die Credit-Suisse schätzt, dass ein Grossteil des Konsums nach der Coronakrise nachgeholt werden wird. (Symbolbild)

Sandra Ardizzone

(agl) Konkret rechnet die Credit-Suisse in der am Montag veröffentlichten Studie damit, dass der Corona-Lockdown in den Schweizer Haushalten Einkommenseinbussen von insgesamt 15,3 Milliarden Franken verursachen könnte. Gleichzeitig geht die Schweizer Grossbank aber davon aus, dass diesem Einkommensverlust eine Transfersumme durch Kurzarbeit- und Erwerbsentschädigungen von 11,6 Milliarden gegenübersteht.

Dazu kommen laut Credit Suisse weitere 12 Milliarden, welche die Haushalte während der zwei Monate im Lockdown nicht für Konsumgüter und Dienstleistungen ausgegeben hätten. Das entspricht einem Minus von 20 Prozent im Vergleich zur Vor-Coronazeit. So kommt die Bank zum Schluss, dass «während der zwei Lockdown-Monate mehr als 8 Milliarden Franken auf die Seite gelegt worden» seien, heisst es in der Studie weiter. Jeder Haushalt habe also in dieser Zeit durchschnittlich 2000 Franken mehr gespart, als ohne Coronakrise zu erwarten gewesen wäre.

Die Credit-Suisse-Ökonomen schätzen, dass zwei Drittel dieses ersparten Einkommens in den nächsten Monaten wieder ausgegeben werden. Allerdings nur, sofern eine baldige Rückkehr zur Normalität möglich sei. In diesem Szenario würden am Ende unter dem Strich dann lediglich 0,7 Prozent der jährlichen Schweizer Konsumausgaben fehlen. Das wäre der erste Rückgang beim Privatkonsum in der Schweiz seit 1993.