Credit Suisse trotzt der Krise und steigert Gewinn um 75 Prozent

Der Reingewinn der Credit Suisse steigt im ersten Quartal des Jahres auf 1,3 Milliarden Franken. Die Bank spart aber bereits für schwierigere Zeiten.

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Thomas Gottstein ist der neue CEO der Credit Suisse.

Thomas Gottstein ist der neue CEO der Credit Suisse.

Keystone

(gb.) Thomas Gottstein, seit Mitte Februar Nachfolger von Tidjane Thiam an der Spitze der Credit Suisse, kann bei seiner ersten Präsentation der Quartalszahlen eine Steigerung des Reingewinns um 75 Prozent auf 1,3 Milliarden Franken verkünden. Im ersten Quartal des Vorjahres hatte der Gewinn bei 749 Millionen gelegen. Beim aktuellen Ergebnis handle es ich um das beste Quartalsergebnis der letzten fünf Jahre, teilte die Bank am Donnerstag mit.

Der Zuwachs ist vor allem dem Geschäftsfeld Private Banking geschuldet, in dem die transaktionsabhängigen Erträge um 31 Prozent gestiegen sind. Der Zinserfolg im Private Banking nahm um 6 Prozent zu und der Nettoertrag aus dem gesamten Investment-Banking um 23 Prozent.

1 Milliarde Franken Reserven

Doch auch die Credit Suisse wappnet sich gegenwärtig für härtere Zeiten. Sie hat im ersten Quartal 1 Milliarde Franken als Reserve zurückgestellt und behält es sich vor, in den nächsten Quartalen noch mehr Reserven aufzubauen. Bekannt ist bereits, dass die Credit Suisse ihren Aktionären an der Generalversammlung vom 30. April nur die Hälfte der ursprünglich angekündigten Dividende auszahlen will. Die zweite Tranche soll dann im Herbst folgen.

Die Credit Suisse informierte auch über den Stand bei den staatlich verbürgten Krediten für Unternehmen, die wegen der Coronapandemie in Not geraten sind. Bis anhin hat die Bank demnach 14'000 Kreditverträge abgeschlossen, im Umfang von 2,4 Milliarden Franken.