Dämpfer für Calida: Verlust und Umsatzeinbruch im ersten Halbjahr

Die Coronapandemie hat auch dem Luzerner Unterwäschehersteller zu schaffen gemacht. In den ersten sechs Monaten des Jahres fielen die Geschäftszahlen negativ aus. Ein Hoffnungsschimmer ist das wachsende Onlinegeschäft.

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In der Coronakrise waren die Geschäfte zu.

In der Coronakrise waren die Geschäfte zu.

Keystone

(rwa) Der Umsatz ist im ersten Halbjahr um 18,8 Prozent auf 146,2 Millionen Franken gesunken, wie die Calida Group am Mittwoch mitteilte. Trotz restriktivem Kostenmanagement fuhr der Konzern beim operativen Betriebsergebnis einen Verlust von 4,4 Millionen Franken ein. Im Vorjahr hatte noch ein Gewinn von 6,5 Millionen Franken resultiert. Unter dem Strich verzeichnete Calida einen Unternehmensverlust von 9,8 Millionen Franken.

«Nach einem guten Start ins Jahr wurden wir durch die Auswirkungen von COVID-19 spürbar beeinträchtigt», wird CEO Reiner Pichler in der Mitteilung zitiert. Zu schaffen gemacht haben dem Unternehmen vor allem die Schliessungen der Geschäfte bei wichtigen Handelspartnern in der Schweiz, Deutschland und Frankreich.

Etwas kompensiert werden konnten die Einbussen durch das Onlinegeschäft. Dieser Bereich wuchs um rund 60 Prozent und trug rund einen Viertel zum Umsatz bei. Seit dem Ende des Lockdowns verzeichneten alle Marken überdurchschnittlich gute Verkäufe. Dennoch hängt der Ausblick für die zweite Jahreshälfte massgeblich vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. Die Calida Group geht davon aus, dass sie einen Teil der Umsatz- und Ertragsverluste wieder wettmachen kann.