Der Einkaufsmanagerindex sank im April erneut

Der Einkaufsmanagerindex, ein Frühindikator für die Konjunkturentwicklung, ist im April abermals gesunken. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen melden einen Produktionsrückgang.

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Der Einkaufsmanagerindex (PMI) sinkt im April erneut. (Symbolbild)

Der Einkaufsmanagerindex (PMI) sinkt im April erneut. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Der Einkaufsmanagerindex (PMI) hat im April eine weitere Abwärtsbewegung verzeichnet. Er verlor weitere 2.9 Zähler und notiert zurzeit bei einem Stand von 40.7 Punkten, wie procure.ch und Credit Suisse, die Herausgeber des Berichts, am Montag mitteilen. Damit bleibt der PMI weiterhin unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. 

Die Subkomponente «Lieferfristen» notierte im April mit 72.8 Zählern weit über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. In diesem Fall deuten die längeren Lieferfristen nicht auf höhere Kapazitätsauslastungen hin, sondern auf Lieferunterbrüche durch Massnahmen gegen das Coronavirus. Dabei meldeten die Unternehmen am häufigsten Probleme mit Importen aus Italien.

Einen historischen Tiefststand hat dafür die Subkomponente «Produktion» erreicht, die auf 28.4 Zähler gesunken ist. Jedes zweite Unternehmen habe angegeben, dass die Produktion und der Auftragsbestand tiefer als im entsprechenden Vormonat waren, heisst es in der Mitteilung weiter.