Detailhändler verkaufen in Coronakrise mehr Esswaren, Fitnessgeräte und Elektronik

Die Coronakrise hinterlässt unübersehbare Spuren in den Umsätzen der Detailhandelsgeschäfte. In den ersten drei Monaten des Jahres sind fast zehn Prozent mehr Esswaren verkauft worden.

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Die Regale bei den Grundnahrungsmitteln mussten in den vergangenen Wochen immer wieder rasch aufgefüllt werden.

Die Regale bei den Grundnahrungsmitteln mussten in den vergangenen Wochen immer wieder rasch aufgefüllt werden.

Keystone

(gb.) Die Umsätze im Schweizer Detailhandel sind in den ersten drei Monaten des Jahres insgesamt um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das Wachstum ist vor allem auf die Verkäufe im Food-Bereich zurückzuführen, wie das Marktforschungsinstitut GFK am Montag in einer Mitteilung schreibt. Dort legte der Umsatz gar um 9,1 Prozent zu.

Im sogenannten Nonfood-Bereich zeigt sich dagegen ein gemischtes Bild. Gesamthaft entwickelte sich der Nonfood-Bereich im Lauf der Krise rückläufig. Die Umsätze sind laut GFK um 8,6 Prozent zurückgegangen. Andererseits habe die Nachfrage bei einigen Produktgruppen stark zugenommen. Weil viele Menschen ein Homeoffice einrichten mussten und die Kinder zu Hause Unterricht hatten, seien einerseits viele PC's, Monitore, Peripheriegeräte und Drucker sowie PC-Kameras verkauft worden.

Aber auch für Freizeitbeschäftigungen hätten sich viele Leute in der Coronakriste mit neuen Artikeln eingedeckt. Etwa Laufbänder, Hanteln, Rudergeräte aber auch Spielkonsolen wurden laut GFK-Mitteilung im ersten Quartal vermehrt gekauft. Diese Käufe fanden wegen der Schliessung der Fachmärkte und wegen der Sortimentsbeschränkung auf den Online-Shops der Detailhändler statt.