Die Konsumenten halten sich auch nach Corona zurück: Detailhandel kann Verluste nur begrenzt aufholen

Laut der Forschungsstelle BAK befindet sich die Konsumentenstimmung auf einem Rekordtief. Wegen der gestiegenen Arbeitslosigkeit kann der Detailhandel die Verluste kaum aufholen.

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Die Aussichten für den Detailhandel sind nach der Öffnung der Geschäfte weiter trüb.

Die Aussichten für den Detailhandel sind nach der Öffnung der Geschäfte weiter trüb.

Keystone

(gb.) Für das laufende Jahr prognostiziert das Wirtschaftsforschungsinstitut BAK einen Umsatzrückgang bei den Detailhändlern von 4,4 Prozent. Der private Konsum dürfte um 6,4 Prozent abnehmen. Grund für die trüben Aussichten sind laut BAK nicht nur die bisherigen Verluste durch die Schliessung von Fachgeschäften, sondern auch die schleppende Erholung.

«Die schrittweisen Lockerungen ab Mai sollten zu einer allmählichen Normalisierung des Verlaufs im zweiten Halbjahr führen», heisst es in einer Mitteilung des Forschungsinstituts. «Dennoch werden Aufholeffekte durch Einkommensverluste aufgrund der gestiegenen Kurzarbeits- und Arbeitslosenzahlen begrenzt».

Das BAK schätzt die Aufholeffekte für das folgende Jahr deshalb auf nur 3,7 Prozent. Unsicherheiten seitens der Konsumentinnen und Konsumenten hätten zugenommen und würden hemmend wirken.