Hochdorf-Gruppe treibt Restrukturierung auch während der Pandemie voran

Der letztes Jahr eingeleitete Umbau der Hochdorf-Gruppe werde konsequent weiter umgesetzt, schreibt das Unternehmen am Montag zu den Halbjahreszahlen. Neue Produkte sollen das Wachstum ankurbeln.

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Die Hochdorf-Gruppe setzt verstärkt auf den Baby-Markt.

Die Hochdorf-Gruppe setzt verstärkt auf den Baby-Markt.

Keystone

(wap) Im ersten Halbjahr 2020 verzeichnete die Hochdorf-Gruppe einen Nettoerlös von 158 Millionen Franken. Das sind 85 Millionen Franken weniger als in der gleichen Periode im Vorjahr. Dies geht aus der Meldung der Halbjahreszahlen hervor, die Hochdorf am Montag veröffentlicht hat. Grund für den Rückgang sei der Verkauf der Uckermärker Milch GmbH im Februar. Mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 5 Millionen Franken schliesse das Unternehmen zur Jahresmitte positiv ab.

Das Management habe den bereits letztes Jahr eingeleiteten Umbau konsequent weitergetrieben, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Uckermärker Milch GmbH wurde verkauft, die Töchter Zifru Trockenprodukte GmbH, Snapz Foods AG und der Snapz Foods USA Inc. liquidiert. Dies, weil keine Käufer gefunden werden konnten. Nun konzentriere sich das Management auf den Ausbau der Bereiche Daily Ingredients und Baby Care. Dabei investiere man in die Produktentwicklung: «Ziel ist es, mindestens drei neue Produkte bis Ende des 1. Quartals 2021 zur Marktreife zu bringen.» Einen ersten Meilenstein stelle die in diesem Jahr erfolgte Auslieferung von Bimbosan Babymilch an Vietnam dar.

Die Coronakrise spürte das Unternehmen vor allem beim Absatz von Produkten für die Schokoladeindustrie. Diese sei eine Folge der tieferen Verkäufe im Tourismus und im Duty-Free-Bereich. Zu Beginn der Pandemie habe man bei den Baby-Care-Produkten dagegen einen starken Anstieg verzeichnet, der durch Hamsterkäufe ausgelöst worden sei. Der Effekt habe sich aber in den folgenden Monaten korrigiert.