Die Zahl der Konkurseröffnungen hat leicht abgenommen

2019 war die Zahl der eröffneten Firmen- und Privatkonkursverfahren gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig. Die Zahl der Zahlungsbefehle bei den Betreibungsverfahren ist dafür erneut gestiegen

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2019 ist die Zahl der Konkurseröffnungen leicht zurückgegangen. (Symbolbild)

2019 ist die Zahl der Konkurseröffnungen leicht zurückgegangen. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Im letzten Jahr wurden 13'840 Eröffnungen von Firmen- und Privatkonkursverfahren gemäss Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) verzeichnet. Das sind 131 weniger gegenüber dem Vorjahr. Das geht aus den am Montag publizierten Zahlen der Betreibungs- und Konkursstatistik vom Bundesamt für Statistik (BFS) hervor.

Auf kantonaler Ebene verzeichneten Genf und Basel-Landschaft die stärksten Rückgänge, mit 137 beziehungsweise 69 weniger Fällen. Die grössten Anstiege verbuchten die Kantone Zug (Plus 56 Fälle) und Glarus (Plus 24 Fälle).

Über 3 Millionen Zahlungsbefehle

Bei den Abschlüssen von Konkursverfahren wurden 2019 im Vergleich zum Vorjahr 648 Fälle mehr registriert. Die finanziellen Verluste aus ordentlichen und summarischen Konkursverfahren waren ebenfalls höher als 2018. Sie beliefen sich auf 2,3 Milliarden Franken, was einer Zunahme von 13,6 Prozent entspricht. Allerdings wurden im Zeitraum 1995 bis 2005 häufig Werte über 4 Milliarden Franken verzeichnet, schreibt das BFS.

Die Zahl der Zahlungsbefehle bei den Betreibungsverfahren erhöhte sich im letzten Jahr 2019 auf über 3 Millionen. Laut BFS setzt sich damit der seit Beginn der Erhebung im Jahr 1995 beobachtete Aufwärtstrend fort.