Digitalisierung
Manor setzt auf neues Geschäftsmodell und öffnet ihren Onlineshop für Partner

Die Manor will ihr Angebot erweitern, ohne selbst höhere Warenbestände aufbauen zu müssen. Dafür setzt sie auf Zusammenarbeit mit 100 Partnerfirmen.

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Nicht mehr nur eine Warenhauskette: Die Manor treibt den Umbau zum Multichannel-Anbieter weiter voran. (Symbolbild)

Nicht mehr nur eine Warenhauskette: Die Manor treibt den Umbau zum Multichannel-Anbieter weiter voran. (Symbolbild)

Keystone

Der Ausbau des Onlineshops sei ein bedeutender Schritt bei der digitalen Transformation, meldet die Manor am Dienstag. Der bisherige Onlineshop werde dazu in einen «Marktplatz» umgewandelt, der auch externen Partnern offenstehe. In einem ersten Schritt arbeite man mit zwölf Anbietern zusammen. Bis Ende Jahr sollen es hundert sein. Das Modell habe den Vorteil, dass Manor Produkteverfügbarkeit, Sortimentstiefe und Produktevielfalt in den Kernbereichen Mode, Haushalt und Beauty verdoppeln könne, ohne selbst den Warenbestand ausbauen zu müssen, heisst es in der Mitteilung.

Die Manor treibt seit der Übernahme von CEO Jérôme Gilg 2019 einen rasanten Umbau des Geschäftsmodells voran. Ziel ist es, von einer reinen Warenhauskette zu einem sogenannten Omnichannel-Unternehmen zu werden. Das bestehende Ladenangebot soll damit Teil eines Gesamtangebots werden, das die Kunden über verschiedene Onlinekanäle erreicht. Zum Strategiewechsel gehören auch die Schliessung von Ladenstandorten und Entlassungen. Im letzten Jahr gab das Unternehmen den Abbau von rund 500 Stellen bekannt. (wap)