Fluggesellschaft will die Löhne kürzen: Swiss bestätigt Verhandlungen mit Sozialpartnern

Die Swiss muss wegen der Coronakrise massiv sparen und hat die Sozialpartner zu Verhandlungen eingeladen. Die 9500 Mitarbeitenden müssen mit Lohneinbussen oder gar Entlassungen rechnen.

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Die Swiss muss wegen der Coronakrise massiv sparen. Dabei sollen auch die Personalkosten sinken – Verhandlungen mit Personalvertretern laufen.

Die Swiss muss wegen der Coronakrise massiv sparen. Dabei sollen auch die Personalkosten sinken – Verhandlungen mit Personalvertretern laufen.

Keystone

(agl) Die kommenden Jahre würden von allen Mitarbeitenden Einschnitte abverlangen, schreibt Swiss am Sonntag in einer Medienmitteilung. «Auch bei den Löhnen.» Gemeinsam mit den Sozialpartnern wolle die Fluggesellschaft Lösungen finden, um im Personalbereich «substanziell» Kosten einzusparen. Und dies bei allen Personalgruppen. Die Swiss reagierte mit ihrer Mitteilung auf einen Artikel der «SonntagsZeitung». Diese machte die Sozialplanverhandlungen der Swiss publik und sprach von 1425 Stellen, die bedroht seien, wenn die Mitarbeitenden nicht zu einem Lohnverzicht bereit seien.

Zu einem drohenden Stellenabbau äusserte sich die Swiss in ihrer Mitteilung allerdings nicht. Ziel sei es weiterhin, «mit allen Mitarbeitenden durch die Krise zu kommen», heisst es nur. Ein Grossteil der Personalkosten könne zudem durch Massnahmen wie einen Einstellungsstopp, erweiterte Teilzeitmodelle oder flexible Frühpensionierungen gesenkt werden. Betonen will die Swiss gemäss der Mitteilung zudem, dass Personalkosten nicht eins zu eins mit Lohnkosten gleichzusetzen seien.

Im ersten Halbjahr 2020 verzeichnete die Fluggesellschaft Swiss einen operativen Verlust von 266 Millionen Franken. Aufgrund der Coronakrise beförderte sie 64 Prozent weniger Passagiere als im Vorjahreszeitraum. Von der Eidgenossenschaft hat die Fluggesellschaft, die ein Tochterunternehmen der deutschen Lufthansa ist, einen Kredit in der Höhe von 1,5 Milliarden Franken erhalten. Dieser Unterstützung haben vor rund einem Monat auch die deutschen Behörden zugestimmt.

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