Dufry verzeichnet in der Coronakrise einen starken Umsatzeinbruch

Der Basler Reisedetailhändler Dufry musste im ersten Halbjahr 2020 einen Umsatzrückgang von über 60 Prozent hinnehmen. Seit Mitte Juni zeichnet sich jedoch eine Erholung ab.

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Dufry rechnet für das Gesamtjahr 2020 mindestens mit einem Umsatzrückgang von 40 Prozent.

Dufry rechnet für das Gesamtjahr 2020 mindestens mit einem Umsatzrückgang von 40 Prozent.

Keystone

(agl) Die Coronakrise sorgte weltweit für leere Flughäfen, Kreuzfahrtschiffe mussten den Betrieb einstellen. Für den Duty-Free-Betreiber Dufry bedeutet das einen starken Rückschlag. Der Umsatz des Unternehmens ging gemäss einer Mitteilung vom Montag im ersten Halbjahr 2020 um 62 Prozent auf 1,5 Milliarden Franken zurück. Das Betriebsergebnis sank im Vergleich zum Vorjahr um rund 1 Milliarde.

Mit der zunehmenden Aufhebung der Reisebeschränkungen Mitte Juni sei jedoch eine leichte Erholung in Sicht, heisst es in der Mitteilung. Ende Juli seien 1000 von 2400 Shops wieder geöffnet gewesen. Um mit der weiter bestehenden Unsicherheit umzugehen, hat das Unternehmen Massnahmen zur Kostensenkung für drei verschiedene Szenarien definiert. Berücksichtigt werden gemäss der Mitteilung Umsatzrückgänge von 40, 55, und 70 Prozent für das gesamte Jahr 2020.

Bereits im Juni kündigte Dufry Umstrukturierungen im Unternehmen an. Diese verliefen nach Plan, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Eine neue Organisationsstruktur soll bereits ab dem 1. September in Kraft treten, die Restrukturierung soll im Oktober abgeschlossen sein.