Durchsichtige Maske

Der Empa Innovation Award würdigt bahnbrechende Erfindungen

Drei Entwicklungen wurden mit dem Empa Innovation Award ausgezeichnet: ein Nanopartikel-Kleber für Wunden, eine transparente Corona-Maske und eine Software für nachhaltige Energienutzung.

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Die transparente Chirurgenmaske soll die Beziehung zwischen Pflegepersonal und Patienten verbessern.

Die transparente Chirurgenmaske soll die Beziehung zwischen Pflegepersonal und Patienten verbessern.

Keystone

(sre) Der «Empa Innovation Award» zeichnet Projekte aus, die durch ihre Innovationsleistung herausragen und den Transfer von Technologien und Materialien vom Labor in die Wirtschaft ermöglichen. Wie die Empa am Donnerstag mitteilt, geht der erste Preis der diesjährigen Verleihung an einen neuartigen Wundkleber, den «Nanoglue». Entwickelt wurde er von Forschenden des «Particles-Biology Interactions» Labors der Empa in St. Gallen in Zusammenarbeit mit den Nanoparticle Systems Engineering Lab der ETH. Anders als bisherige Wundkleber, die hauptsächlich aus dem körpereigenen Protein Fibrin bestehen, basiere die Technologie auf einer Kombination aus sogenannten anorganischen Nanopartikeln.

Ebenso ausgezeichnet wurde das «Hello-Mask»-Projekt, bei dem Forschende der Empa und der ETH-Lausanne eine transparente Gesichtsmaske entwickelten. Die durchsichtige Chirurgenmaske soll Keime abhalten, ohne die Lippenbewegung und Mimik des Trägers zu verdecken. Bis Mitte 2021 soll die Maske erhältlich sein, heisst es weiter.

Unter den Preisträgern ist zudem «Urban Sympheny», eine Softwareplattform für die Planung nachhaltiger Energiesysteme. Ziel sei es, den Planern zu helfen, schnell und effektiv durch die verfügbaren technologischen Optionen in der Energiesystemplanung zu navigieren.