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Economiesuisse erwartet im Frühsommer einen Wachstumsschub für die Wirtschaft

Wenn die Coronaimpfungen da sind und die Temperaturen wieder steigen, dürfte die Schweizer Wirtschaft einen Wachstumsschub erleben. Zunächst stehen aber schwierige Wintermonate an.

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Unter anderem die Uhrenindustrie dürfte laut Economiesuisse vom Wachstumsschub im Frühsommer profitieren. (Symbolbild)

Unter anderem die Uhrenindustrie dürfte laut Economiesuisse vom Wachstumsschub im Frühsommer profitieren. (Symbolbild)

Keystone

(agl) Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse prognostiziert für das kommende Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 3,7 Prozent, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Der weltweite Rebound-Effekt dürfte laut den Ökonomen im kommenden Frühsommer einsetzen, wenn sich die Coronasituation dank wärmerer Temperaturen und Impfungen verbessert. «Für die Schweizer Wirtschaft bedeutet dies, dass konsumorientierte Exportbranchen wie die Uhrenindustrie und teilweise die Textilindustrie als Erste von der Nachfragesteigerung profitieren», schreibt Economiesuisse weiter.

Aktuell befinden sich viele Länder aber mitten in der zweiten Welle. Die Bekämpfung der Coronakrise schwächt gemäss den Ökonomen die Weltwirtschaft, was sich auch auf die Schweizer Exportindustrie auswirke. Insgesamt falle der wirtschaftliche Einbruch in der Schweiz im Jahr 2020 jedoch schwächer aus, als noch vor einigen Monaten befürchtet, schreibt Economiesuisse weiter. Der BIP-Rückgang dürfte gemäss den neusten Schätzungen 3,5 Prozent betragen, im Juni ging der Wirtschaftsdachverband noch von 5,4 Prozent aus.

Einen weiteren Anstieg erwarten die Ökonomen derweil bei den Arbeitslosenzahlen. «Viele Firmen passen den Personalbestand an die schlechtere Geschäftsentwicklung an», heisst es in der Mitteilung. Aktuell schätzt Economiesuisse einen Anstieg der durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 3,1 auf 3,5 Prozent.