Economiesuisse-Präsident: «Auf Schweiz kommt gewaltige Konkurswelle und Arbeitslosigkeit zu»

Die Wirtschaft sei noch weit von einem Normalzustand entfernt, sagt Heinz Karrer, der Präsident von Economiesuisse. Um aus der Coronakrise rasch herauszukommen, müsse der Staat nun auf Zölle und Steuern verzichten.

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Economiesuisse-Präsident Heinz Karrer warnt vor einer Wirtschaftskrise, «wie wir sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gesehen haben».

Economiesuisse-Präsident Heinz Karrer warnt vor einer Wirtschaftskrise, «wie wir sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gesehen haben».

Keystone

(dpo) Der Bundesrat sprach diese Woche bei der Bekanntgabe der jüngsten Lockerungsschritte von einer «neuen Normalität». Doch von normalen Zuständen sei die Wirtschaft noch weit entfernt, sagt Heinz Karrer in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen am Freitag: «Auf die Schweiz kommt eine gewaltige Konkurswelle und eine Arbeitslosigkeit zu, wie wir sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gesehen haben.»

Um so rasch wie möglich wieder aus dieser Krise herauszukommen, fordert der Präsident des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse unter anderem eine Abschaffung der Industriezölle und den Verzicht auf die Stempelabgabe. «Alle verfügbaren Untersuchungen zeigen, dass in einer wirtschaftlich schwierigen Situation Entlastungen zielführend sind, ganz im Gegensatz zu Steuererhöhungen», so Karrer. Zudem schlägt er vor, dass die Corona-Schulden aus dem normalen Bundeshaushalt ausgegliedert und über einen Zeitraum von 30 Jahren abgebaut werden sollen.