Ein Viertel aller Firmen der MEM-Branche baut in der Coronapandemie Stellen ab

Knapp 90 Prozent aller KMUs in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie leiden unter einem Auftragsmangel. Für das kommende Quartal sieht die Branche jedoch wieder etwas Licht am Horizont.

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In der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie klagen viele Firmen über einen Auftragsmangel. (Symbolbild)

In der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie klagen viele Firmen über einen Auftragsmangel. (Symbolbild)

Benjamin Manser

(mg) Die Coronakrise trifft die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) hart. Wie Swissmechanic, ein Arbeitgeberverband der KMU in der MEM-Branche, am Donnerstag schreibt, müssen 27 Prozent aller befragten Unternehmen Entlassungen vornehmen. «63 Prozent haben die Investitionsausgaben reduziert und noch mehr Kurzarbeit angemeldet», heisst es im Wirtschaftsbarometer August 2020 von Swissmechanic.

«Die Corona-Krise hat die Schweizer Wirtschaft in eine schwere Rezession gestürzt, wobei die MEM-Branche noch stärker eingebrochen ist als die Gesamtwirtschaft», lässt sich Swissmechanic Direktor Jürg Marti in der Mitteilung zitieren. Er betont, dass das Problem die fehlenden Aufträge seien.

Nur wenige Firmen fürchten den Konkurs

89 Prozent der Unternehmen würden unter einem Mangel an Aufträgen leiden. Schnelle Erholung sei nicht in Sicht: «Knapp die Hälfte richtet sich darauf ein, dass der Auftragsmangel noch mehr als sechs Monate dauern wird», schreibt Swissmechanic. Die Firmen bekämpften diesen negativen Trend mit Entlassungen, Investitionsstopp und Kurzarbeit. Laut Swissmechanic wurdne im zweiten Quartal im Branchenschnitt 29 Prozent Kurzarbeit abgerechnet. Im dritten Quartal dürften es laut Mitteilung 34 Prozent werden.

Verhalten positiv sind laut dem Branchenverband die Aussichten. «Die befragten KMU erwarten für das dritte Quartal eine leichte Abschwächung des Auftragseinbruchs», wird Jürg Marti in der Mitteilung zitiert. Zudem sehe weiterhin nur eine kleine Minderheit der Unternehmen (5 Prozent) ein ernsthaftes Konkursrisiko.