Einkaufsmanager-Index
Die Schweizer Wirtschaft ist auf Erholungskurs

Der Einkaufsmanager-Index, ein wichtiger Frühindikator für die Konjunkturentwicklung, zeigt nach oben: Sowohl Industrie als auch der Dienstleistungssektor erholen sich.

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Die Industrie ist nach der Coronapandemie auf dem Weg der Erholung.

Die Industrie ist nach der Coronapandemie auf dem Weg der Erholung.

Keystone

(abi) Der Einkaufsmanager-Index (PMI) für Industrie ist im März beinahe auf einen neuen Rekordstand geklettert, teilte die Credit Suisse am Donnerstag mit. Die Bank berechnet den Index zusammen mit dem Branchenverband Procure.ch. Der PMI konnte um 5,0 Punkte zulegen und liegt nun mit einem Wert von 66,3 Zählern auf dem zweithöchsten Stand seit Beginn der Erhebung. Damit sei die Erholung der Schweizer Wirtschaft äusserst breit abgestützt. Werte über 50 Punkte deuten beim Frühindikator auf Wachstum hin.

Allerdings solle der Beinahe-Rekordstand wegen des starken Einbruchs während der Corona-Pandemie nicht überinterpretiert werden, heisst es weiter. Gemäss Credit Suisse wirken sich die hohe Exportabhängigkeit und die solide Situation vor allem in Asien und den USA positiv aus. Allerdings sorgen höhere Transportkosten sowie gestiegene Rohstoffkosten für höhere Einkaufspreise.

Auch der PMI Dienstleistungen konnte im März zulegen. Er ist um 3,5 Punkte auf 55,5 Zähler angestiegen. Er liegt damit den zweiten Monat in Folge über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Die Dynamik sei hier aber deutlich geringer als in der Industrie. Zudem würde nach wie vor Personal abgebaut. Weiter haben analog zur Industrie die Einkaufspreise im März verbreitet zugenommen. Zwar konnten auch die Verkaufspreise zulegen, allerdings weniger verbreitet als die Einkaufspreise. Dies deute auf einen nur geringen lokalen Aufwärtsdruck der Preise hin.