Jahreszahlen
Coronajahr hinterlässt Spuren bei Ems-Gruppe

Sowohl Umsatz als auch Betriebsergebnis der EMS-Gruppe litten wegen der Coronakrise. Doch gegen Jahresende erholte sich das Geschäft bereits wieder.

Merken
Drucken
Teilen
Mehrheitsaktionärin der EMS Gruppe: Magdalena Martullo-Blocher. (Archivbild)

Mehrheitsaktionärin der EMS Gruppe: Magdalena Martullo-Blocher. (Archivbild)

Keystone

(dpo) Der Spezialist für Hochleistungspolymere generierte im Coronajahr einen Nettoumsatz von insgesamt 1,8 Milliarden Franken. Gegenüber 2019 ist das ein Rückgang um 16,3 Prozent, wie die EMS-Gruppe am Freitag bekanntgibt. Auch das Betriebsergebnis (Ebit) von 515 Millionen lag mit 17,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bereits bei der Veröffentlichung des Neun-Monatsberichtes 2020 rechnete das Unternehmen mit einem tieferen Betriebsergebnis als im Vorjahr.

Während der Umsatz in den ersten sechs Monaten von 2020 regelrecht eingebrochen war, verzeichnete die EMS-Gruppe bereits im dritten Quartal eine erste Erholung. Im vierten Quartal übertraf der Umsatz gar derjenigen der Vorjahresperiode 2019, wie EMS schreibt.

Der Umsatzeinbruch im ersten Halbjahr 2020 sei besonders auf die gesunkene Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern zurückzuführen sowie die Schliessungen der Autowerke. Die EMS-Gruppe erwirtschaftet einen Grossteil ihres Umsatzes als Zulieferer der Autoindustrie.

Weitere Erholung für 2021 erwartet

Staatliche Unterstützungsprogramme hätten im zweiten Halbjahr 2020 aber wieder Zuversicht verbreitet und die Kaufkraft angekurbelt. Laut eigenen Angaben hat etwa die Inlandnachfrage in China bereits im dritten Quartal das Vorkrisenniveau erreicht. In den restlichen Weltregionen sei sie jedoch noch darunter geblieben.

Der Verwaltungsrat will für das Geschäftsjahr 2020 eine ordentliche Dividende von 13 Franken und eine ausserordentliche Dividende von 4 Franken pro Aktie beantragen. Insgesamt sollen so 17 Franken pro Aktie ausgeschüttet werden im Gegensatz zu 20 Franken im Vorjahr 2019.

Für 2021 erwartet die EMS-Gruppe eine weitere wirtschaftliche Erholung, wie es in der Mitteilung heisst. Allerdings räumt sie ein, dass der genaue Verlauf der Konjunkturerholung weiterhin durch die Pandemie und die damit verbundenen politischen Massnahmen bestimmt sein wird.