Erneuerbare Energie

Neuer Verein will Produktion von CO2-neutralem Wasserstoff fördern

Sieben Schweizer Energieunternehmen haben den Verein der H2-Produzenten gegründet. Gemeinsam wollen sie der CO2-neutralen Wasserstoffproduktion in der Schweiz zum Durchbruch verhelfen.

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Sieben Schweizer Energieunternehmen wollen die Produktion von CO2-neutralem Wasserstoff fördern.

Sieben Schweizer Energieunternehmen wollen die Produktion von CO2-neutralem Wasserstoff fördern.

Keystone

(sre) Der Verein der H2-Produzenten will die Produktion von CO2-neutralem Wasserstoff in der Schweiz fördern. Während im benachbarten Ausland zahlreiche und teilweise grosse Anlagen geplant und gebaut werden, komme der Ausbau der Wasserstoffproduktionsanlagen in der Schweiz bisher nur langsam voran, schreibt der am 10. Dezember gegründete Verein in einer Mitteilung.

«Die Schweiz tut sich noch etwas schwer bei der Definition der Rolle von Wasserstoff im Energiesystem. Zudem ist die Herstellung von Wasserstoff in der Schweiz bisher nur an einer beschränkten Anzahl an Standorten möglich», wird Arthur Janssen, Präsident des neu gegründeten Vereins und Leiter Innovation und Strategie bei der Basler Energieversorgerin IWB, in der Mitteilung zitiert. Regulatorisch würden noch Hürden bestehen, gleichzeitig hätten die Akteure bisher nur wenig Erfahrung mit der Technologie. Hier will der Verein ansetzen. Ziel sei es, das Wissen über die Wasserstoffherstellung zu fördern.

Wichtige Anwendungen von Wasserstoff fänden sich unter anderem in der Mobilität, als Ersatz für Diesel auf nicht elektrifizierten Bahnstrecken und in der Chemieindustrie. Im Bereich der Mobilität eigne sich der Wasserstoffantrieb eher für den Schwerverkehr. CO2-neutral ist Wasserstoff nur, wenn er aus erneuerbarem Strom hergestellt wird. Vorzugsweise erfolge die Produktion deshalb direkt ab einem Wasser- oder Windkraftwerk.