ETH-Ökonomen schlagen neues Hilfspaket vor: Nun soll das Kapital geschont werden

Hochverschuldete Unternehmen reduzieren in der Regel ihre Investitionen. Um dies zu verhindern, fordern Ökonomen eine Art «Kurzarbeit für das Kapital.»

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Trotz Verkaufsverboten müssen Geschäfte Zinsen bedienen. ETH-Forscher fordern Abhilfe.

Trotz Verkaufsverboten müssen Geschäfte Zinsen bedienen. ETH-Forscher fordern Abhilfe.

Keystone

(wap) Firmen sollen ihre Kapitalkosten mit staatlicher Hilfe senken können. Dies fordern die ETH-Professoren Hans Gersbach und Jan-Egbert Sturm. Konkret sollen die Firmen bei Miete, Pacht und dem Bezahlen von Kreditzinsen Hilfe erhalten. Diese Kosten sollen bei einem Produktionsausfall teilweise erstattet werden.

Die Professoren wollen damit Firmenpleiten verhindern. Denn trotz Kurzarbeit und Liquiditätshilfen könnte das Bedienen der Zinsen für viele Betriebe mittelfristig das Aus bedeuten. Ausserdem zeige die Forschung, dass hochverschuldete Unternehmen ihre Investitionstätigkeit bremsten: Gift für die Volkswirtschaft. Nach der Krise könne dann eine kurzfristige Anhebung der Gewinnsteuer für eine gerechte Lastenverteilung sorgen, so die Ökonomen.

Die beiden Volkswirtschafter gehen davon aus, dass sich die Schweiz ein Hilfspaket von insgesamt 100 Milliarden Franken leisten könnte – vorausgesetzt, dass die Wirtschaft nach der Krise wieder auf dem bisherigen Niveau läuft.