Comparis-Studie zeigt: Werden Ferien wegen zweiter Welle gestrichen, zahlen nicht alle Reiseversicherer

Kommt es zu einer zweiten Ansteckungswelle mit Coronainfektionen, werden nicht alle Anbieter von Reiseversicherungen zahlen. Der Vergleichsdienst Comparis mahnt darum zur Vorsicht bei Neuabschlüssen.

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Selbst bei nachweislicher Erkrankung an Covid-19 werden laut Comparis.ch einige Reiseversicherungs-Anbieter Kosten nicht erstatten. (Symbolbild)

Selbst bei nachweislicher Erkrankung an Covid-19 werden laut Comparis.ch einige Reiseversicherungs-Anbieter Kosten nicht erstatten. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Wer in diesen Tage eine Reise bucht, laufe Gefahr, trotz bestehender Annullationskostenversicherung kein Geld zu sehen, warnt das Vergleichsportal Comparis in einer Mitteilung vom Freitag. So würden beispielsweise Generali oder Allianz Global Assistance die Reisekosten nicht zurückerstatten, wenn ausländische Behörden erneut Einreisesperren verhängen würden. Muss sich eine Person in Quarantäne begeben, werde es auch nicht in jedem Fall eine Deckung der Kosten durch die Versicherung geben.

Wenn die Reise aufgrund einer Coronaerkrankung wegfällt, gewähren etwa Axa, Zurich und Helvetia weiterhin eine Deckung. Doch das treffe längst nicht für alle Versicherer zu. Wer heute eine Annullationskostenversicherung abschliessen will, soll deshalb genau hinschauen, rät Comparis. Aber selbst wenn Versicherungen keine Deckung im Zusammenhang mit Corona zahlten, sollten die Kunden die Hände nicht in den Schoss legen: «Versicherer prüfen jeden Einzelfall und zeigen sich womöglich kulant auch wenn laut den Allgemeinen Versicherungsbedingungen kein Versicherungsschutz besteht», hält das Vergleichsportal fest.