Fernreisen geraten aus der Mode – nicht erst seit Corona

Eine Studie des TCS zeigt, dass die Schweizer Konsumenten schon vor der Coronakrise vermehrt im Inland Ferien machen wollten. Dabei zieht es sie in den Süden und in die Berge.

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Tessin, Wallis und Graubünden sind die populärsten Feriendestinationen der Schweiz.

Tessin, Wallis und Graubünden sind die populärsten Feriendestinationen der Schweiz.

Keystone

(wap) Seit 2017 ist der Anteil der Personen, die in Zukunft häufiger reisen möchten, von 24 auf 13 Prozent gesunken. Dies hat eine am Mittwoch veröffentliche Umfrage des TCS ergeben. Die Reiselust ist den Schweizern auch ohne Pandemie vergangen: Die Daten wurden vom 3. Februar bis am 9. März gesammelt, zu einem Zeitpunkt also, an dem viele noch nichts vom Ausmass der Pandemie ahnten.

Laut TCS gibt es nicht nur weniger Leute, die mehr reisen wollen, sondern auch viele, die sich vorgenommen haben, weniger zu reisen: Ihr Anteil beträgt 27 Prozent. Der Anteil der Personen, die gar nie reisen, habe sich seit 2017 gar verdoppelt, kommt die Studie zum Schluss. Gegenüber 2019 sei auch die Attraktivität von weit entfernten Zielen wie Australien oder Neuseeland zurückgegangen. Als attraktiver eingeschätzt würden nun zum ersten Mal seit Beginn der Befragungen Campingferien. In der Schweiz gelten das Wallis, Tessin und Graubünden als attraktiv.