FInanzmarkt

Schweizer Finanzinstitute sind wegen Corona verwundbarer für Cyberangriffe

Bestehende Risiken im Finanzsektor werden durch die Coronapandemie verstärkt. So erhöhen sich etwa die Risiken von Unternehmenskrediten und - anleihen im Ausland.

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Wegen der Coronapandemie ist der Finanzsektor anfälliger auf Cyberangriffe. (Symbolbild)

Wegen der Coronapandemie ist der Finanzsektor anfälliger auf Cyberangriffe. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) hat in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Risikomonitor 2020 insgesamt sieben Hauptrisiken für den Schweizer Finanzplatz festgestellt. Das sei ein Risiko mehr als noch 2019, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Finma stuft neu drohende Ausfälle oder Korrekturen bei Unternehmenskrediten und -anleihen im Ausland als Hauptrisiko ein. Die Schutzmassnahmen und der Lockdown hätten bei vielen Unternehmen zu «drastischen Umsatz- und Gewinneinbrüchen» geführt, beispielsweise bei Flugunternehmen und der Tourismusbranche. Daher werden solche Ausfälle wahrscheinlicher, schreibt die Finanzmarktaufsicht.

Erhöhtes Risiko für Cyberangriffe

Darüber hinaus sieht der Monitor auch Cyberangriffe als wachsendes Risiko. Beispielsweise habe die Coronapandemie die Verwundbarkeiten von IT-Systemen zusätzlich verstärkt. Viele Mitarbeitende von Finanzinstituten arbeiteten im Homeoffice und seien dadurch anfälliger auf Angriffe. Vor allem während dem Lockdown haben gemäss dem Bericht Cyberattacken und sogenannte Phishingmails zugenommen.

Als weitere Hauptrisiken identifiziert die Finma, wie bereits im letztjährigen Bericht, das anhaltende Niedrigzinsumfeld und die Gefahr einer Korrektur am Immobilien- und Hypothekarmarkt. Zu den langfristigen Risiken zählt der Monitor unter anderem weitreichende Datensammlungen im Versicherungsbereich, die Überalterung der Gesellschaft und den Klimawandel.