Geldpolitik
SNB bestätigt Leitzins von -0,75 Prozent und erhöht die Inflationsprognose

Die Schweizerische Nationalbank hält an ihrer expansiven Geldpolitik fest. Der Leitzins bleibt bei -0,75 Prozent. Gleichzeitig passt sie die Inflationswarnung nach oben an.

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Die Schweizerische Nationalbank betreibt weiterhin eine expansive Geldpolitik.

Die Schweizerische Nationalbank betreibt weiterhin eine expansive Geldpolitik.

Keystone

(abi) Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält an ihrer expansiven Geldpolitik fest, um die Wirtschafts- und Preisentwicklung zu stabilisieren. Das teilte sie anlässlich ihrer vierteljährlichen Lagebeurteilung vom Donnerstag mit. Die Gründe dafür sind die Coronapandemie und der trotz Abschwächung weiterhin hoch bewertete Franken. Sie sei weiterhin bereit, bei Bedarf am Devisenmarkt zu intervenieren und berücksichtige dabei die gesamte Währungssituation, schreibt die SNB. Weiter bestätigt sie den Leitzins von -0,75 Prozent.

Auch hat die SNB die bedingte Inflationsprognose für das laufende und das kommende Jahr erhöht. Für 2021 liegt sie nun bei 0,2 Prozent, für 2022 bei 0,4 Prozent und für 2023 bei 0,5 Prozent – vorausgesetzt, der Leitzins bleibt über den gesamten Prognosezeitraum bei -0,75 Prozent. Die Hauptgründe für die Erhöhung seien die höheren Erdölpreise und der schwächere Franken.

SNB geht von Erholung aus

Die SNB rechnet für das Jahr 2021 weiterhin mit einem BIP-Wachstum von 2,5 bis 3 Prozent. Damit dürfte die Aktivität in der zweiten Jahreshälfte wieder ihr Vorkrisenniveau erreichen, heisst es weiter. Die Produktionskapazitäten blieben aber noch eine Weile unterausgelastet.

Die Nationalbank betont jedoch, dass die weitere Entwicklung massgeblich davon abhängt, ob es erneute Pandemiewellen gibt und mit welchen Massnahmen sie bekämpft werden. Sowohl Inflationsaussichten als auch die Wachstumsprognosen würden weiterhin grosser Unsicherheit unterliegen.