Gemeinde partizipiert mit 1,5 Millionen an Sparkasse-Erfolg

Die Sparkasse Schwyz AG beschäftigt 65 Mitarbeitende an den Standorten Schwyz, Ob- und Nidwalden.

Erhard Gick
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Gut unterwegs war die Sparkasse Schwyz 2019, hier der Eingangsbereich am Hauptsitz an der Herrengasse in Schwyz.

Gut unterwegs war die Sparkasse Schwyz 2019, hier der Eingangsbereich am Hauptsitz an der Herrengasse in Schwyz.

Bild: Erhard Gick

Die Sparkasse Schwyz AG meldet ein gutes Geschäftsjahr 2019. Zwar weise die älteste Regionalbank der Schweiz eine leicht tiefere Bilanzsumme aus, trotzdem habe man den Geschäftserfolg und den Gewinn steigern können, heisst es aus der Bankverwaltung in Schwyz.

Am positiven Jahresergebnis der Bank partizipieren sowohl Aktionäre als auch die Gemeinde Schwyz als Mehrheitsaktionärin. Am 15. Mai erfolgt die Generalversammlung in der Dreifachturnhalle Rubiswil. Der Verwaltungsrat schlägt an der GV die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 15 Prozent auf den Nennwert von 100 Franken je Namenaktie vor. Die Gemeinde erhält demnach 1,5 Mio. Franken.

Erfolgreiches Zinsengeschäft trotz Negativzinsen

Im letzten Oktober entschied die Schweizerische Nationalbank, die Berechnungsgrundlage für Negativzinsen anzupassen. Das werde künftig den Druck auf den Zinserfolg mildern, schreibt die Sparkasse. Trotzdem: Das Kerngeschäft der Sparkasse Schwyz AG, das Zinsengeschäft, entwickelte sich positiv und verzeichnet im Geschäftsjahr 2019 eine Steigerung von 1,6 Prozent. Unter Berücksichtigung der Volumenausweitung bei den Hypothekarforderungen um 1,5 Prozent trägt der Erfolg aus dem Zinsengeschäft mit 16,4 Mio. Franken, trotz Absicherungskosten und Negativzinsen, massgeblich zum Geschäftsertrag von 23,6 Mio. Franken bei.

Die Regionalbank wolle auch in Zukunft ihr Ausleihungsgeschäft vor allem qualitativ und nicht quantitativ fördern, schreibt die Bank in ihrer Medienmitteilung weiter. Der zweitwichtigste Ertragspfeiler, das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, liefert mit 4,6 Mio. Franken einen Beitrag auf Vorjahresniveau. Das Handelsgeschäft, welches die aktuelle Verfassung der Finanzmärkte und die geopolitischen Unsicherheiten widerspiegelt, steuert mit 1,5 Mio. Franken 6,3 Prozent zum Gesamterfolg bei (Vorjahr 6,8 Prozent).

Geschäftserfolg markant gesteigert

Der Geschäftsaufwand habe sich im Vorjahresvergleich um 0,9 Mio. Franken (–5,8 Prozent) deutlich verringert. Der Personalaufwand ging dabei um 0,2 Mio. Franken zurück (65 statt wie bisher 67 teilzeitbereinigte Vollzeitstellen). Tiefere Betriebskosten für die Informatik haben einen wesentlichen Beitrag zum Rückgang des Sachaufwands von rund 0,7 Mio. Franken (–12,2 Prozent) beigetragen. Die Kosten für Digitalisierungsprojekte wurden im Umfang von rund 1,85 Mio. Franken der Position Abschreibungen belastet. Der resultierende Geschäftserfolg könne mit rund 6,5 Mio. um 24,1 Prozent höher ausgewiesen werden.

Nach einer Zuweisung von 2,7 Mio. Franken an die Reserven für allgemeine Bankrisiken konnte unter dem Strich ein Jahresgewinn von 2,9 Mio. Franken (+3,1 Prozent) erwirtschaftet werden, schreiben der Präsident des Verwaltungsrates, Pirmin Zehnder, und der Vorsitzende der Geschäftsleitung Heinz Wesner. Die Bank behaupte sich trotz des schwierigen Zinsumfeldes ausgezeichnet am Markt.

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