Gute Aussichten
Konjunkturforscher erwarten bald «kräftigen Schub»

Der Wirtschaftsmotor scheint nach temporärem Stottern wieder anzuspringen. Die Konjunkturforscher der ETH sehen Licht am Wirtschaftshimmel. Sorgenkind bleibt die Gastronomie.

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Die dunklen Wolken am Schweizer Wirtschaftshimmel verziehen sich langsam. (Symbolbild)

Die dunklen Wolken am Schweizer Wirtschaftshimmel verziehen sich langsam. (Symbolbild)

Keystone

(mg) Einen «historischen Höchststand» konstatiert die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF). Zum zweiten Mal in Folge sei das Konjunkturbarometer im April um zirka 15 Punkte gestiegen. «Es übertrifft damit seinen bisherigen Höchstwert, den es in der Erholung nach der Finanzkrise in den ersten Monaten des Jahres 2010 erreichte», heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Die Wirtschaftsentwicklung dürfte in der nahen Zukunft einen «kräftigen Schub» bekommen – immer vorausgesetzt, dass das Virus «nicht noch eine Volte schlägt».

Ganz allgemein sieht die KOF viele Aufhellungen am Wirtschaftshimmel. So hätten sich die Perspektiven für die übrigen Dienstleistungen, die Finanz-und Versicherungsdienstleister und die Konsumnachfrage deutlich verbessert. Angeführt werde die positive Entwicklung immer noch durch das Verarbeitende Gewerbe. Dieses komme mit «Wucht zurück» und profitiere von einer günstigeren internationalen Nachfrage. KOF-Sorgenkind bleibt das Gastgewerbe. Dieses könne nicht «Schritt halten».