Helvetic Airways: Airline von Milliardär Martin Ebner lanciert Pop-Up-Flüge

Helvetic Airways diversifiziert nach der Coronakrise ihr Geschäftsmodell. Pop-Up-Reiseziele sollen kurzfristig sichere Ferien ermöglichen und neue Flieger die Airline zur umwelfreundlichsten Fluggesellschaft machen.

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Vier Embraer 195-E2 (im Bild) statt dem bisher favorisierten Typ E190-E2 bestellt Helvetic Airways um nach Corona flexibler ins Geschäft zurückzukehren.

Vier Embraer 195-E2 (im Bild) statt dem bisher favorisierten Typ E190-E2 bestellt Helvetic Airways um nach Corona flexibler ins Geschäft zurückzukehren.

Bild: HO

(sat) Nach der Coronakrise will Helvetic Airways ihr Geschäft ausbauen und neue Flugzeuge kaufen. Wie die Schweizer Regionalfluggesellschaft am Mittwoch vor den Medien in Kloten bekannt gab, hat sie ihre Bestellung von vier Maschinen des Typs E190-E2 auf die grössere Version der Embraer E195-E2 gewandelt. «Mit einer Sitzkapazität zwischen 120 und 150 Passagieren hat sie im Segment der Mittelstreckenflugzeuge praktisch keine Konkurrenz», lässt sich Konzernchef Tobias Pogorevc in einer Mitteilung zitieren. Zudem sei dieser Flieger das effizienteste Standardrumpfflugzeug auf dem Mark. Laut Mitteilung soll das mithelfen, bis 2021 «die modernste und umweltfreundlichste Regionalflotte» in Europa zu betreiben.

Weil die Ein- und Ausreiseregimes in den verschiedenen Ländern derzeit rasch ändern, und der Luftverkehrssektor noch immer im Krisenmodus operiert, passt Helvetic Airways auch ihr Liniennetz an. «Statt eines herkömmlichen Liniennetzes mit regelmässig stattfindenden Flügen operieren wir jetzt mit einem flexiblen und innovativen Angebot», erklärte Tobias Pogorevc gemäss Mitteilung. So bietet Helvetic Airways ab 24. Juli zum ersten Mal drei Tage lang sogenannte Pop-Up-Flüge nach Tivat in Montenegro an. Weitere Pop-Up-Destinationen sollen anschliessend Brač und Dubrovnik in Kroatien sowie Vilnius in Litauen sein. Die Angebote sind laut Helvetic Airways nur kurzfristig buchbar. Sprich: «Für unsere Passagiere besteht kein Risiko», so Pogorevc.

Anders als Swiss und Edelweiss Air hat Helvetic Airways laut eigenen Angaben in der Coronakrise vom Staat keine Hilfe beantragt. Dies nicht zuletzt weil die Flugzeuge der Airline selber gehören und somit keine teure Leasingkosten verursachen, die Gesellschaft gut kapitalisiert ist und mit Martin Ebner über einen finanzstarken Besitzer verfügt. Dennoch war die Helvetic-Flotte in der Krise vollständig gegroundet. Tobias Pogorevc hat bereits im April durchblicken lassen, im Sommer allenfalls auch kurzfristig wieder Flüge in Ferienregionen aufzunehmen. Der CEO begründete dies mit den verhältnismässig kleinen Regionalfliegern seiner Flotte. Diese liessen sich schneller auslasten als grosse Flugzeuge.