Gesundheitswesen
Hirslanden-Gruppe trotz Pandemie mit «robustem» Ergebnis

Die Spitalgruppe Hirslanden hat im vergangenen Geschäftsjahr rund 1,8 Milliarden Franken umgesetzt. Insgesamt waren auch 1250 Patientinnen und Patienten wegen Corona in Behandlung.

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Mittlerweile betreibt die Hirslanden-Gruppe in vielen Kantonen Impfzentren.

Mittlerweile betreibt die Hirslanden-Gruppe in vielen Kantonen Impfzentren.

Bild: Stefan Kaiser

«Robust» seien die Geschäftszahlen, schreibt die Hirslanden-Gruppe in einer Medienmitteilung vom Mittwoch. Konkret habe das Unternehmen in der Coronapandemie «operative und finanzielle Widerstandsfähigkeit bewiesen». Noch etwas konkreter hat die Hirslanden-Gruppe gesamthaft einen Umsatz von 1,8 Milliarden Franken erwirtschaftet. Das ist etwas weniger als im Geschäftsjahr 2019/20. Den Gewinn weist die Gruppe nicht aus, die EBITDA-Marge liegt bei immer noch bei «robusten 15 Prozent».

Wie alle Spitäler hatte auch die Hirslanden-Gruppe mit dem zeitweiligen Verbot von nicht notwendigen Eingriffen zu kämpfen. Auswirkungen auf die Patientinnenzahl hatte dies aber nur minimal: Rund 107'000 Personen Patienten und Wöchnerinnen zählte die Gruppe – praktisch gleich viele wie im vorherigen Geschäftsjahr. 1249 davon waren an Covid-19 erkrankt. Bei 266 davon war eine intensivmedizinische Behandlung notwendig und in 188 mussten die Personen künstlich beatmet werden.

Mittlerweile impft die Hirslanden-Gruppe an diversen Standorten. Bisher seien in den Hirslanden-Impfzentren über 200'000 Impfungen verabreicht worden. Dabei stiess vor allem ein Fall auf Kritik: Der Milliardär Johann Rupert aus Südafrika hatte sich im Januar im Kanton Thurgau in einer Hirslanden-Klinik impfen lassen – mit behördlichem Segen. Die Kritik daran war gewaltig, da zu diesem Zeitpunkt auch zahlreiche Vertreter der Risikogruppe noch keinen Impftermin hatten – der offizielle Impfstart im Kanton war erst später. Rupert ist über Umwege Besitzer der Hirslanden-Gruppe. (mg)