Historische Analyse zeigt: Negativ-Zinsen sind kein neues Phänomen

Der Online-Vergleichsdienst moneyland.ch hat die Entwicklung der Sparzinsen seit 1933 untersucht. Diese sind heute so tief wie noch nie – wird die Inflation berücksichtigt, ging es Sparern aber schon schlechter.

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Weil die Sparzinsen momentan sehr tief sind, machen Sparerinnen und Sparer kaum Gewinn. (Symbolbild)

Weil die Sparzinsen momentan sehr tief sind, machen Sparerinnen und Sparer kaum Gewinn. (Symbolbild)

Keystone

(sku) Derzeit sind die Sparzinsen für Schweizerinnen und Schweizer besonders tief. Wie der unabhängige Online-Vergleichsdienst moneyland.ch am Dienstag schreibt, ging es Sparerinnen und Sparern gar noch nie so schlecht wie heute. Dabei sei aber die Inflation nicht berücksichtigt. Nehme man diesen Faktor hinzu, zeige sich, dass es gemäss Mitteilung in den gesamten letzten 87 Jahren auf Schweizer Sparkonten kaum etwas zu holen gab. Dies liege daran, dass die Teuerung die Sparzinsen laufend wegfresse.

Wie moneyland.ch schreibt, gab es folglich schon in der Vergangenheit oft negative reale Zinsen — in 36 Jahren seit 1933 trat dieses Phänomen bereits auf. Sparer hätten während dieser Jahre folglich Geld auf ihrem Sparkonto verloren, weil die Kaufkraft gleichzeitig abgenommen hat. Zudem sei es Sparerinnen und Sparer — trotz der momentanen sehr tiefen Zinsen — auch schon bedeutend schlechter ergangen. Am tiefsten seien die Realzinsen im Jahr 1941 gewesen.