Hochdorf schliesst drei verlustbringende Tochterfirmen

Der Zentralschweizer Milchverarbeiter Hochdorf setzt die Restrukturierung fort. Drei kleinere Tochtergesellschaften, die in den roten Zahlen stecken, werden geschlossen. Arbeitsplätze in der Schweiz sind davon nicht betroffen.

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Blick in die Produktion des Milchverarbeiters Hochdorf. Das Unternehmen schliesst drei Tochterfirmen in der Schweiz, in Deutschland und den USA.Foto: Pius Amrein (Luzerner Zeitung)Milch, Wirtschaft, Milchverarbeiter, abfüllen, Milchpulver

Blick in die Produktion des Milchverarbeiters Hochdorf. Das Unternehmen schliesst drei Tochterfirmen in der Schweiz, in Deutschland und den USA.
Foto: Pius Amrein (Luzerner Zeitung)

Milch, Wirtschaft, Milchverarbeiter, abfüllen, Milchpulver

Bild: Pius Amrein (Hochdorf, 19. Dezember 2019.)

(sda/awp) Man habe keine Käufer für die deutsche Zifru Trockenprodukte sowie die zwei Snapz-Foods-Gesellschaften in der Schweiz und den USA gefunden, welcher die Firmen zu akzeptablen Konditionen haben übernehmen wollen, teilte der angeschlagene Milchverarbeiter am Mittwoch mit. Diese drei Tochtergesellschaften werden deshalb aufgelöst.

Bei Zifru seien knapp 30 Mitarbeiter von der Schliessung betroffen, sagte Hochdorf-Sprecher Christoph Hug auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Die beiden Snapz-Gesellschaften seien bereits inaktiv und hätten keine Angestellten mehr.

Dagegen bleibt die Marbacher Ölmühle GmbH Teil des Hochdorf-Konzerns, obwohl auch sie auf der Verkaufsliste gestanden hatte. Für sie habe man ebenfalls bisher keinen Käufer gefunden, hiess es. Aber: «Bei diesem Unternehmen führten verschiedene Restrukturierungsschritte dazu, dass für das laufende Geschäftsjahr ein knapp positives Resultat erwartet wird.»

Die Hochdorf-Gruppe hatte am 8. Juli 2019 die Aufgabe des Geschäftsbereichs Cereals & Ingredients bekanntgegeben, dem die vier oben genannten Tochterfirmen angehören. Dieser Geschäftsbereich hätte ursprünglich als milchunabhängiges Standbein aufgebaut werden sollen, werde aber mangels kritischer Grösse und Skalierbarkeit aufgegeben, hiess es damals.