Süssigkeiten
Schweizer Zuckerwarenhersteller können negativen Trend nicht aufhalten

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz im Schweizer Zuckerhandel um über 12 Prozent zurückgegangen. Damit setzt sich in der Branche ein negativer Trend fort.

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Schweizer Zuckerwarenhersteller haben im vergangenen Jahr weniger Bonbons wie etwa Sugus verkauft.

Schweizer Zuckerwarenhersteller haben im vergangenen Jahr weniger Bonbons wie etwa Sugus verkauft.

Raphael Hünerfauth

(sim) Die Schweizer Zuckerwarenhersteller blicken auf ein schwieriges Jahr 2020 zurück. Wie der Verband Biscosuisse am Montag mitteilte, ging ihr Umsatz deutlich zurück. Bei Hartbonbons, die mehr als zwei Drittel der Gesamtproduktion ausmachen, betrug die Einbusse 6 Prozent. Bei anderen geformten Zuckerwaren wie Kaugummi oder Marzipan sowie bei den Weichbonbons entwickelten sich die Verkäufe mit einem Minus von 20,2 bzw. 9,6 Prozent ebenfalls rückläufig.

Besser verkauften sich einzig Gelée- und Gummibonbons (+32,3 Prozent) und Dragées (+6,7 Prozent) sowie von Swissmedic registrierte Produkte (+2,0 Prozent). Insgesamt ging die Verkaufsmenge um 4,9 Prozent zurück. Der gesamte Umsatz der Branche sank gar um 12,1 Prozent.

Inland- und Exportgeschäft darben

Eine negative Entwicklung ist insbesondere festzustellen, wenn die Zahlen zum Inlandgeschäft isoliert betrachtet werden. Der Verkauf in der Schweiz ging um 9,5 Prozent zurück, der Umsatz um 9,9 Prozent. Damit setzt sich ein negativer Trend fort. Seit 2016 ist der Umsatz hierzulande um einen knappen Drittel auf 72,6 Millionen Franken eingebrochen. Der Pro-Kopf-Konsum betrug im vergangenen Jahr 3 Kilogramm, was ebenfalls leicht weniger ist als im Vorjahr.

Aber auch im Exportgeschäft mussten die Schweizer Zuckerwarenhersteller Rückschläge hinnehmen. Während die Verkaufsmenge um 4 Prozent sank, reduzierte sich der Umsatz überproportional um 12,7 Prozent auf 248,4 Millionen Franken. Den grössten Exportanteil machten die USA, Deutschland und Frankreich aus.

Biscosuisse erklärt das negative Geschäftsjahr 2020 in erster Linie mit der Coronapandemie. Zudem habe die vom Bundesrat eingeführte Massnahme des Mindestgrenzschutzes die Bedingungen für Schweizer Hersteller betreffend der Rohstoffpreise erschwert.