Industrie
Artemis-Gruppe büsste wegen Coronakrise an Umsatz ein

Die Artemis-Gruppe, zu der der Aarburger Küchenhersteller Franke gehört, hat im vergangenen Jahr fast 13 Prozent weniger Umsatz erzielt. Das Geschäft mit den Küchen erholte sich jedoch rasch.

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Der grösste Teil des Artemis-Umsatzes geht auf das Konto der Franke Gruppe. (Symbolbild)

Der grösste Teil des Artemis-Umsatzes geht auf das Konto der Franke Gruppe. (Symbolbild)

Keystone

Knapp 13 Prozent weniger Umsatz und 36,8 Prozent weniger Gewinn: So sieht das Geschäftsergebnis der Artemis-Gruppe mit Sitz in Aarburg von vergangenem Jahr aus. Wie das Unternehmen vom Montag mitteilte, belief sich der Umsatz per Ende Jahr auf 2,8 Milliarden Franken und der Gewinn auf 102,9 Millionen Franken. Zur Artemis-Gruppe gehört unter anderem der Küchenhersteller Franke. Dessen Umsatz war mit einem Rückgang von 10,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr etwa gleich stark von der Coronakrise betroffen wie die gesamte Gruppe und sank auf 2,18 Milliarden Franken.

Beim Küchenhersteller reagierten aber nicht alle Divisionen gleich auf die Krise. Das Kerngeschäft mit Küchen erholte sich nach einem starken Rückgang in der ersten Jahreshälfte relativ rasch in allen Regionen. Am stärksten betroffen war das Geschäft mit Kaffeemaschinen, welches einen organischen Umsatzrückgang von 14,1 Prozent erlitt. Gewachsen ist hingegen der Umsatz im Convenience-Bereich.

Per Ende 2020 hatte die Artemis-Gruppe 11'382 Personen beschäftigt, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 5,5 Prozent entspricht. Der Start ins neue Jahr ist der Gruppe bisher gelungen. Sie verzeichnet im ersten Quartal ein Wachstum von 8,1 Prozent und blickt dementsprechend «optimistisch» in die Zukunft. Auch wenn die Coronakrise das Geschäftsergebnis weiterhin beeinflussen wird, will die Gruppe von ihrer Bilanz und dem nach eigenen Angaben niedrigen Verschuldungsgrad zehren. (gb)