Jahreszahlen 2020
Corona drückt Umsatz, Bestellungen und Gewinn von Sulzer

Die Coronapandemie hat das Geschäft von Sulzer beeinflusst: Der Industriekonzern verzeichnet einen Rückgang beim Umsatz und beim Nettogewinn. 2021 will er auf den Wachstumskurs zurückkehren.

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«Sulzer navigiert erfolgreich durch das Pandemiejahr 2020»: So fasst der Industriekonzern das vergangene Jahr zusammen.

«Sulzer navigiert erfolgreich durch das Pandemiejahr 2020»: So fasst der Industriekonzern das vergangene Jahr zusammen.

Keystone

(abi) Sulzer verbuchte im Jahr 2020 einen Bestellungseingang von 3,4 Milliarden Franken – ein coronabedingter Rückgang von 2,2 Prozent. Das teilte der Industriekonzern aus Winterthur am Mittwoch mit. Dabei trugen Akquisitionen 55 Millionen Franken zum Bestellungseingang bei. Zudem hätten sich die Währungseffekte mit 249 Millionen Franken negativ ausgewirkt. Per Ende Jahr belief sich der Auftragsbestand auf knapp 1,8 Milliarden und damit nur leicht weniger als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.

Der Umsatz sank um 4,6 Prozent auf 3,3 Milliarden Franken. Sulzer spricht von einem «moderaten Rückgang», da es wegen Corona zu Unterbrechungen an Standorten, in der Lieferkette und bei Kunden gekommen sei. Der Nettogewinn liegt bei 87 Millionen, im Vorjahr waren es noch 158 Millionen Franken, wie es weiter heisst. Dieser sei durch Restrukturierungskosten beeinflusst.

Für das Jahr 2021 rechnet der Industriekonzern mit einem Anstieg der Bestellungen um 3 bis 6 Prozent und einem Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent. «Durch die rasche Umsetzung proaktiver Kostenmassnahmen und gezielter Akquisitionen in strategischen Wachstumsmärkten gehen wir gestärkt aus dem Jahr 2020 hervor und sind für profitables Wachstum im Jahr 2021 gut aufgestellt», wird Sulzer-CEO Gregoire Poux-Guillaume zitiert.