Personalvermittler
Verlust trotz starkem Jahresabschluss: Coronakrise belastet Adecco weiter

Der Personaldienstleister Adecco leidet auch im vierten Quartal unter der Coronakrise: Der Umsatz sank um 5 Prozent. Allerdings stellt der weltweit tätige Vermittler von Arbeitsplätzen eine Erholung fest.

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Die Coronapandemie setzte Personaldienstleister Adecco stark zu.

Die Coronapandemie setzte Personaldienstleister Adecco stark zu.

Keystone

(abi) Adecco verzeichnet im vierten Quartal einen Umsatzrückgang auf 5,4 Milliarden Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte und Handelstage ist das ein Minus von 5 Prozent. Dies teilte der in Zürich beheimatete, aber weltweit tätige Personaldienstleister am Donnerstag mit. Der operative Gewinn sank demnach um 11 Prozent auf noch 260 Millionen Euro.

Allerdings hätten sich die Umsätze von Adecco im Laufe des Jahres schrittweise wieder erholt und erreichten im Dezember einen Rückgang von nur noch 2 Prozent. Adecco spricht denn auch von einem «starken Abschluss in einem noch nie dagewesenen Jahr».

Rückgang auch in der Schweiz – am Ende resultiert ein Minus

Für das gesamte letzte Jahr verzeichnete Adecco einen Verlust von 98 Millionen Euro. Im Vorjahr betrug der Gewinn noch 727 Millionen. Die Nettoverschuldung des Konzerns lag Ende 2020 bei 376 Millionen Euro. Aufgrund der starken Finanzlage will Adecco dennoch eine Dividende in der Höhe von 381 Millionen Euro ausschütten, wie es weiter heisst.

In der Schweiz, in Deutschland und Österreich ging der Umsatz im vergangenen Jahr um 8 Prozent auf 434 Millionen Euro zurück. Grund dafür war laut Mitteilung die geringere Nachfrage von Kunden aus der Automobil- und Fertigungsindustrie sowie der Luft- und Raumfahrt. Der Rückgang konnte teilweise ausgeglichen werden durch ein starkes Wachstum in den Bereichen E-Commerce und Logistik.